CMS-Vergleich - Tipps zum optimalen Schulhomepage-System

Dieser CMS-Vergleich hilft Ihnen das richtige System für Ihre Homepage zu finden, um so einen großen Gestaltungsspielraum und wenig Arbeitsaufwand zu haben.
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Nach 15 Jahren Homepage-Erstellen werden hier Homepage-Baukästen, die CMS Typo3, Wordpress und Joomla, CMS-Angebote der Bildungsserver, Firmenangebote speziell für Schulhomepages sowie die Erstellung einer Schulhomepage ohne CMS miteinander verglichen. Die optimale Technik auszuwählen lohnt sich sehr für Sie, denn die Entscheidung für das richtige System wird Ihnen viel Ärger ersparen. - Ein CMS-Vergleich von Markus Dange, Betreiber von Schulhomepage.de

CMS-Vergleich - Tipps zum optimalen Schulhomepage-System
Als ich mich im Jahr 2000 das erste Mal mit der Erstellung einer Schul-Homepage befasste, war es Zufall, dass ich auf den Webeditor wwwArtist von Astarte stieß. Dieser nicht mehr erhältliche Editor wandelte relativ einfach Texte und Grafiken in Webseiten um. Toll! Es war großartig schnell die ersten Seiten im Netz zu sehen. Was ich bei dem Einsatz des Programms jedoch gar nicht bedachte waren viele Aspekte, die mir später die Arbeit sehr erschwerten:

  • Wie gut war die Qualität der Webseiten? Wurden die Seiten für alle Besucher richtig angezeigt?
  • Konnte ich mit mehreren Personen arbeiten?
  • Gab es die Möglichkeit anspruchsvollere Funktionen wie Gästebuch oder eine Bildergalerie hinzuzufügen?
  • Wie leicht liessen sich die Seiten verändern? Wie gut lässt sich die damit erstellte Schulhomepage warten und aktuell halten?
  • ...

Diese Liste lässt sich beliebig erweitern. Vor diesem Hintergrund ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie zufällig auf das richtige System für Sie setzen. Daher sollten Sie den umgekehrten Weg gehen: Suchen Sie sehr genau die richtige Technik für Ihre Schulhomepage aus. Hierfür sind zwei wesentliche Schritte erforderlich:
1. Erstellen sie eine genaue Liste was ihr System können soll.
2. Machen Sie einen ausgiebigen CMS-Vergleich, indem Sie viele Systeme bzw. CMS testen und legen Sie sich erst fest, wenn sie genau das richtige System gefunden haben.
Das hört sich nach viel Arbeit an? Stimmt, aber wenn Sie die zwei Schritte nicht machen, haben Sie sehr wahrscheinlich noch viel, viel mehr Arbeit.

Im Folgenden soll Ihnen geholfen werden, diese zwei Schritte richtig anzugehen.

 

Schritt 1: Was soll mein Schulhomepage-System können? Welche Technik soll ich verwenden?

Wenn ich ein System frei nach meinen Wünschen ausdenken dürfte, würde mein Traum-System so aussehen:

  1. Das System lässt sich ganz einfach und intuitiv bedienen.
  2. Ich kann Texte und Bilder kinderleicht und fix integrieren.
  3. Mit komplizierter Technik und Webhosting im Hintergrund habe ich gar nichts zu tun. Alle Texte, Bilder, Videos und ggf. Musik werden problemlos integriert.
  4. Es gibt viele großartige Designvorlagen, die ich ganz schnell und einfach für meine Schulhomepage anpassen kann.
  5. Meine Schulhomepage wird schnell und passend bzw. richtig auf allen Monitoren, Fernsehern, Tablets und Handys angezeigt.
  6. Ich kann entweder alleine arbeiten oder aber beliebig vielen anderen Personen Zugang zum System erlauben. Dabei kann ich einfach und genau regeln, was eine andere Person darf.
  7. Dynamische Elemente wie z. B. Forum, Bildergalerie oder interaktive Anfahrtskarte kann ich falls gewünscht ganz leicht integrieren.
  8. Das System ist professionell, so dass meine Schüler ganz nebenbei auch gleich den Umgang mit professioneller Webdesign-Software lernen und ich sie damit gut auf die Arbeitswelt vorbereite.
  9. Das System ist kostenlos oder zumindest kostet es nur sehr wenig und wird nicht mit Werbung finanziert.
  10. Das System ist sicher und kann nicht gehackt werden.

Auch diese Liste könnte noch viel länger werden, soll aber hier vorerst reichen. Denn die entscheidende Frage ist: Gibt es ein solches System?

Um dies herauszufinden, sollen nun im zweiten Schritt verschiedene Systeme bzw. Technik-Ansätze vorgestellt werden. Dabei wird immer auch geprüft, wie nahe das jeweilige (Content Management) System den im ersten Schritt genannten Wünschen kommt.

 

Schritt 2: Vorstellung verschiedener Systeme und CMS-Vergleich mit dem Wunsch-System

1. Homepage-Baukästen

Vor ein paar Jahren waren Homepage-Baukästen noch wenig bekannt. Grund hierfür war vor allem, dass diese meist schlechte Seiten produzierten, schwierig zu bedienen und die Möglichkeiten sehr begrenzt waren. Das hat sich in den letzten Jahren jedoch sehr geändert.

 

Baukästen-Anbieter wie der deutsche Marktführer Jimdo (Screenshot siehe oben), Wix, Weebly oder Webnode bieten inzwischen sehr viel von dem in Schritt 1 dargestellten Wunsch-System:

  1. Das System lässt sich ganz einfach und intuitiv bedienen. JA, trifft zu.

  2. Ich kann Texte und Bilder kinderleicht und fix integrieren. JA, trifft zu.

  3. Mit komplizierter Technik und Webhosting im Hintergrund habe ich gar nichts zu tun. Alle Texte, Bilder, Videos und ggf. Musik werden problemlos integriert. JA, trifft zu.

  4. Es gibt viele großartige Designvorlagen, die ich ganz schnell und einfach für meine Schulhomepage anpassen kann.
    JEIN. Es gibt zwar einige Designvorlagen, aber wenn ich diese für meine Schulhomepage anpassen will, gerät das Baukastenprinzig schnell an seine Grenzen. Wenn ich ein sehr individuelles Design möchte, muss ich mich gut mit CSS und HTML auskennen.

  5. Meine Schulhomepage wird schnell und passend bzw. richtig auf allen Monitoren, Fernsehern, Tablets und Handys angezeigt. JA, trifft zu. Das haben die Baukasten-Anbieter gut im Griff.

  6. Ich kann entweder alleine arbeiten oder aber beliebig vielen anderen Personen Zugang zum System erlauben. Dabei kann ich einfach und genau regeln, was eine andere Person darf.
    NEIN, trifft nicht zu. Das ist einer der großen Nachteile von Homepage-Baukästen, da diese keine Benutzerverwaltung und Rechtevergabe anbieten. Die Frage ist hierbei jedoch: Ist dies zwingend notwendig? Ich finde bei der Arbeit mit Schülern kann eine Rechtevergabe Sinn machen, um Schüler je nach ihren Fähigkeiten und ihrer Vertrauenswürdigkeit zu integrieren.
    Wenn Sie jedoch Ihren Schülern vertrauen, können Sie diesen auch den kompletten Administrator-Zugang geben. Oder Sie lassen weniger vertrauenswürdigen Schüler zunächst Inhalte offline erstellen, die dann wenige Schüler mit Admin-Zugang online stellen.

  7. Dynamische Elemente wie z. B. Forum, Bildergalerie oder interaktive Anfahrtskarte kann ich falls gewünscht ganz leicht integrieren.
    JEIN. Sie müssen genau überlegen, welche Elemente Sie benötigen und dann herausfinden, ob dieses Element vorhanden ist oder nicht.

  8. Das System ist professionell, so dass meine Schüler ganz nebenbei auch gleich den Umgang mit professioneller Webdesign-Software lernen und ich sie damit gut auf die Arbeitswelt vorbereite.
    JEIN. Homepage-Baukästen vermitteln zwar grundlegende Kenntnisse über Webdesign. Allerdings lernen Ihre Schüler hierbei nur die "vordergründige" Arbeit kennen. Alles, was mit Webhosting, Programmiersprachen wie PHP und einer Datenbank wie MySQL zu tun haben, lernen Ihre Schüler nicht.

  9. Das System ist kostenlos oder zumindest kostet es nur sehr wenig und wird nicht mit Werbung finanziert. JA, trifft zu. Die Preise bewegen sich monatlich für eine Schulhomepage zwischen 5 und 15 Euro.

  10. Das System ist sicher und kann nicht gehackt werden.
    JEIN. Sie haben zwar mit Sicherheitsupdates nicht selber etwas zu tun. Andererseits sind Sie mit Blick auf Sicherheit völlig auf den Baukasten-Anbieter angewiesen. Zwar wird dieser ein großes Interesse an Sicherheit haben, aber Sie müssen dem Anbieter vertrauen und können nichts selber machen.

Wen Ihnen Homepage-Baukästen gefallen und Sie sich einen Überblick verschaffen wollen, können Sie das sehr gut bei www.websitetooltester.com machen. Dort werden Baukästen ausführlich und anschaulich verglichen:

Websitetooltester.com

Schauen Sie sich also diesen Baukasten-Vergleich zuerst an und testen Sie dann ein paar der Systeme konstenlos durch.

Kinderleicht eine professionelle Website mit dem Jimdo-Baukasten erstellen.Mein persönlicher Tipp: Schauen Sie sich Jimdo einmal genau an und testen Sie es kostenlos. Sollten Sie dennoch mehr Funktionen benötigen, können Sie immer noch ein anderes System auswählen. In den meisten Fällen wird Jimdo aber hervorragend für Ihre Schulwebsite passen.

 

 

 

2. Content Management Systeme wie Joomla, Wordpress und Typo3

Neben den Homepage-Baukästen gibt es die "klassischen" Content Management Systeme. Hierbei sind vor allem Joomla, Wordpress und Typo3 populär. Diese CMS-Systeme sind vor allem für Sie geeignet, wenn Sie sich in ein System richtig einarbeiten und für Ihre Schulhomepage alle Freiheiten geniessen wollen. Denn mit solchen Systemen ist fast alles möglich. Hier erhalten Sie Screenshots der aktuellen Systeme im Admin-Bereich:

1. https://demo.joomla.org/:

http://demo.typo3.org/:

https://www.softaculous.com/demos/WordPress:

Der erste Blick auf die CMS-Systeme zeigt: Hier ist viel möglich, aber auch viel zu tun. Die Frage ist daher: Benötige ich so viele Freiheiten überhaupt? Oder ist die Einrichtung und Pflege so aufwändig, dass sich der Aufwand gar nicht lohnt? Ich versuche dies wieder anhand der Elemente für das Wunsch-System zu erläutern:

  1. Das System lässt sich ganz einfach und intuitiv bedienen.
    JEIN. Sicherlich ist die Bedienung dieser Content Management Systeme insgesamt gut. Allerdings bieten sie so viele Funktionen, dass schnell die Übersicht verloren gehen kann.

  2. Ich kann Texte und Bilder kinderleicht und fix integrieren. JA, trifft zu.

  3. Mit komplizierter Technik und Webhosting im Hintergrund habe ich gar nichts zu tun. Alle Texte, Bilder, Videos und ggf. Musik werden problemlos integriert.
    NEIN. Ganz im Gegenteil. Sie müssen nicht nur einen eigenen Webhoster haben, sondern auch das CMS selbst installieren und wichtige Updates einspielen. Es gibt aber auch spezialisierte Webhoster, die ein vorinstalliertes Content Management System wie z. B. Typo3 anbieten und auch alle Sicherheitsupdates für Typo3 für Sie einspielen, wie z. B. bei www.mittwald.de. Mittwald ist ein Webhoster, der sich voll und ganz auf Typo3 spezialisiert hat und deshalb sehr gut für eine Schulhomepage mit Typo3 geeignet ist.

  4. Es gibt viele großartige Designvorlagen, die ich ganz schnell und einfach für meine Schulhomepage anpassen kann.
    JEIN. Es gibt zwar einige Designvorlagen, aber sie müssen großes Glück haben, wenn Sie eine Vorlage einfach so übernehmen können. Wenn Sie ein sehr individuelles Design möchten, sollten Sie sich zumindest gut mit CSS und HTML auskennen. Darüber hinaus müssen Sie sich oft in ganz spezielle "Webdesign-Vorgaben" einarbeiten. Bei Typo3 ist dies z.B. ein Befehlssatz der Typoscript heißt.

  5. Meine Schulhomepage wird schnell und passend bzw. richtig auf allen Monitoren, Fernsehern, Tablets und Handys angezeigt.
    JEIN. Dies kann zutreffen, wenn Sie das richtige responsive Design ausgewählt haben.

  6. Ich kann entweder alleine arbeiten oder aber beliebig vielen anderen Personen Zugang zum System erlauben. Dabei kann ich einfach und genau regeln, was eine andere Person darf.
    JA. Trifft zu. Das ist die große Stärke eines Content Management Systems. Sie können fast beliebig Rechte vergeben. Dadurch ist die Arbeit im Team sehr einfach möglich, wobei nur Sie als Administrator alle Hauptrechte behalten können, während andere Mitarbeiter immer nur bestimmte Dinge machen oder bestimmte Bereiche berarbeiten können.

  7. Dynamische Elemente wie z. B. Forum, Bildergalerie oder interaktive Anfahrtskarte kann ich falls gewünscht ganz leicht integrieren.
    JEIN. Fast immer benötigen Sie für solche Funktionen eine "Extension" oder ein "Plugin". Falls es solch eine Erweiterung nicht gibt, können Sie es selbst programmieren. Damit gibt es für solche CMS fast gar keine Einschränkungen. Mit Hilfe von Erweiterungen geht alles. ABER: Die Programmierung dieser Funktionen ist oft sehr aufwändig. Auch wenn Sie Glück haben und eine fertige Erweiterung finden bleibt Arbeit für Sie. Denn aus Sicherheitsgründen müssen Sie auch für diese Extensions Updates einspielen. ferner werden nicht immer alle Extensions weiterentwickelt. Dann kann es passieren, dass Ihre Extension nicht mehr in der neuesten Version des CMS funktioniert.

  8. Das System ist professionell, so dass meine Schüler ganz nebenbei auch gleich den Umgang mit professioneller Webdesign-Software lernen und ich sie damit gut auf die Arbeitswelt vorbereite.
    JA. Trifft zu. In vielen Firmen werden Content Management Syteme eingesetzt. Wenn Sie Ihren Schülern bereits bei der Schulhomepage-Erstellung viel Wissen hierüber vermitteln, ist dies ein großartiger Beitrag für die Zukunft Ihrer Schüler.

  9. Das System ist kostenlos oder zumindest kostet es nur sehr wenig und wird nicht mit Werbung finanziert.
    JEIN. Zunächste einmal sind Typo3, Joomla und Wordpress komplett kostenlos. Sie können die Software ohne Kosten verwenden. Die ersten Kosten entstehen durch das notwendige Webhosting. Monatlich sollten Sie hierfür etwa 5-10 Euro einplanen. Viel teurer wird es jedoch dann, wenn Sie ein Sytem mit einem CMS verwenden, aber das nächste Upgrade des Systems so schwierig ist, dass Sie hierfür einen Profi beauftragen müssen. Ein solches Problem bestand z.B. bei Typo3. Vielen Schulen und Firmen verwendeten Typo3 in der Version 4.5. Die nächste große Version ist Typo3 6.2. Das Upgrade von Version 4.5 auf 6.2 ist aber technisch oft sehr schwierig, weil sich die gesamte Technik grundlegend geändert hat.

  10. Das System ist sicher und kann nicht gehackt werden.
    JEIN. Sie müssen zwar alle Sicherheitsupdates selber einspielen. Aber Sie sind es auch, die dafür sorgen können, dass bekannte Sicherheitslücken schnell behoben werden. Ferner können Sie das System grundsätzlich so einstellen, dass es nur wenig Angriffsfläche bietet - wenn Sie wissen wie das geht und die Zeit hierfür haben. Letztlich bleibt aber die Erfahrung: Kein System ist 100-prozentig sicher.

Daher gillt vor dem Einsatz von Joomla, Typo3 oder Wordpress: Nutzen Sie die oben genannten Demos und testen Sie ausführlich. Erfahrungsberichte und Tipps von Schulhomepage-Webmastern, die diese CMS bereits nutzen finden Sie hier:

 

3. Auf Schulhomepages spezialisierte Firmen

Seit ein paar Jahren gibt es einige wenige Firmen, die sich auf die Erstellung von Schulhomepages spezialisiert haben.

Das besondere an diesen Firmen ist, dass sie meist nicht einfach nur eine normale Schulhomepage für ihre Kunden erstellen, sondern darüber hinaus auch viele Funktionen anbieten, die speziell für Schulen entwickelt wurden. Hierzu gehören z.B. ein elektronisches Klassenbuch, digitales Notensystem oder eigenes Intranet:

http://www.schul-webportal.de/

Weitere mögliche Funktionen sind: Raumverwaltung, Zeugnisverwaltung oder Raummanagement wie beispielsweise bei http://www.schulwebsite.com:

 

Wie nahe sind diese professionellen Angebote am "Wunsch-System"?:

  1. Das System lässt sich ganz einfach und intuitiv bedienen. JA, trifft zu.
    Die Systeme machen insgesamt einen benutzerfreundlichen Eindruck. Hier zeigt sich an vielen Stellen Professionalität.

  2. Ich kann Texte und Bilder kinderleicht und fix integrieren. JA, trifft zu.

  3. Mit komplizierter Technik und Webhosting im Hintergrund habe ich gar nichts zu tun. Alle Texte, Bilder, Videos und ggf. Musik werden problemlos integriert.
    JA. Trifft zu. Das gesamte System wird vom Anbieter gehostet. Auch die Lösung von technisches Problemes und die Durchführung von Wartungsarbeiten werden vom Anbieter übernommen.

  4. Es gibt viele großartige Designvorlagen, die ich ganz schnell und einfach für meine Schulhomepage anpassen kann.
    JEIN. Es gibt zwar zumindest eine Standard-Designvorlage, aber wenn Sie sehr spezielle Wünsche für Ihr Schulhomepage-Design haben, müssen Sie dafür in der Regel tief ins Portemonnaie greifen.

  5. Meine Schulhomepage wird schnell und passend bzw. richtig auf allen Monitoren, Fernsehern, Tablets und Handys angezeigt.
    JA. Trifft zu. Dies ist im professionellen Bereich inzwischen Standard, auch wenn es gelegentlich aufgrund neuer mobiler Geräte oder neuer Software zu Darstellungsproblemen kommen kann.

  6. Ich kann entweder alleine arbeiten oder aber beliebig vielen anderen Personen Zugang zum System erlauben. Dabei kann ich einfach und genau regeln, was eine andere Person darf.
    JEIN. Es kommt darauf an, welches System Sie auswählen und welche Funktionen Sie dabei dazu kaufen.

  7. Dynamische Elemente wie z. B. Forum, Bildergalerie oder interaktive Anfahrtskarte kann ich falls gewünscht ganz leicht integrieren.
    JEIN. Hier kommt es sehr darauf an, was Sie sich wünschen. Ein professioneller Hersteller wird bestimmte Standardmodule im Programm haben und Ihnen diese entweder kostenlos überlassen oder aber gegen eine zusätzliche Gebühr. Meistens können Sie den Hersteller auch beauftragen eine bestimmte Funktion speziell für Sie zu programmieren. Das wird aber teuer - erfahrungsgemäß im vierstelligen Bereich.

  8. Das System ist professionell, so dass meine Schüler ganz nebenbei auch gleich den Umgang mit professioneller Webdesign-Software lernen und ich sie damit gut auf die Arbeitswelt vorbereite.
    JEIN. Die Schüler arbeiten zwar mit einem professionellen System und lernen so auch den Umgang mit solch einem System. Da Sie aber nur sehr wenig oder aber gar nichts mit der Technik im Hintergrund zu tun haben, lernen Ihre Schüler auch entsprechend wenig über die Technik.

  9. Das System ist kostenlos oder zumindest kostet es nur sehr wenig und wird nicht mit Werbung finanziert.
    NEIN. Professionelle Systeme sind zunächst einmal teuer - in der Regel im vierstelligen Bereich pro Jahr. Hier müssen Sie sich genau überlegen, was Ihnen Ihr Geld wert ist und welches Budget Sie zur Verfügung haben. Andererseits muss aber auch gesehen werden, dass professionelle Systeme Ihnen tatsächlich viel Arbeit abnehmen und Schülern, Lehrern und Eltern einen tollen Service und viel Mehrwert bieten können. Ferner verschlingt die Entwicklung professioneller Schulhomepage-Systeme enorm viel Zeit. Und auch Entwickler freuen sich über ein finanzielles Einkommen.

  10. Das System ist sicher und kann nicht gehackt werden.
    JEIN. Sie müssen zwar keine Sicherheitsupdates selber einspielen. Dafür sind Sie aber darauf angewiesen, dass der Hersteller bekannte Sicherheitslücken schnell behebt. Und bestimmt wird jeder Hersteller ein sehr großes Intersse an der Sicherheit seines Produktes haben. Letztlich bleibt aber wiederum die Erfahrung: Kein System ist 100-prozentig sicher.

 

4. CMS-Angebote der Landesbildungsserver

Viele Landesbildungsserver bieten inzwischen für Schulen des eigenen Bundeslandes kostenlos ein spezielles Angebot zur Unterstützung bei ihrer Schulhomepage. Es lohnt sich auf jeden Fall zu überprüfen, ob es es für das eigene Bundesland ein Angebot gibt. Denn mit diesem können Sie sich viel Arbeit ersparen, da Sie oft ein vorinstalliertes System inklusive kostenlosen Webhosting bekommen.

Falls Sie solch ein Angebot nutzen können, sollten Sie trotz der Verlockung genau prüfen, ob das angebotene System Ihren Ansprüchen genügt:

Ein Angebot für Schulhomepages bieten folgende Bundesländer:

  1. Schulhomepage Hamburg
    Das CMS Wordpress wird als vorinstalliertes System für Schulen angeboten. Schulen erhalten kostenlos ein Zugang zu einem installierten System und Unterstützung bei der Gestaltung der Schulhomepage.



  2. Schulhomepage Niedersachsen
    Das Angebot besteht wiederum in einer kostenlosen Nutzung eines vorinstallierten Wordpress-Systems und vermutlich kostenlosem Support bei der Schulhomepage-Erstellung.

  3. Schulhomepage Schleswig-Holstein
    Dieses Angebot umfasst das Hosting einer Schulhomepage entweder kostenlos oder für wenige Euro monatlich bei größerem Speicherplatz. Angeboten wird eine vorinstallierte Schulhomepage inklusiver kostenloser Design-Vorlage mit dem CMS Contao. Contao können Sie in einer Demo-Version testen. Hier ist ein Screenshot des Contao Admin-Bereichs:


  4. Schulhomepage Sachsen
    Sachsen bietet ebenfalls Schulen eine kostenlos vorinstalliertes System und Unterstützung beim Betrieb der Schulhomepage mit diesem System. Das Bundesland Sachsen verwendet hierbei  das CMS Typo3.

Mir ist nicht ganz klar, was bei den einzelnen Landesbildungsservern in Bezug auf das jeweilige Content Management System angeboten wird. Grundsätzlich sollten aber die Hinweise dieses Artikels zum Bereich "2. Content Management Systeme wie Joomla, Wordpress und Typo3" auch für diese Angebote gelten. Es kann jedoch sein, dass die Pflege des Systems, also das Einspielen aller Updates, von einem Mitarbeiter des jeweiligen Bundeslandes übernommen wird.

Schauen Sie sich die Angebote der Bildungsserver genau an. Falls Sie ohnehin ein CMS einsetzen wollten, kann das Angebot der Landesbildungsserver sehr lohnend sein.

 

5. Schulhomepage-Erstellung ohne CMS

Die CMS-Umfrage auf Schulhomepage.de mit über 700 Teilnehmern belegt, dass ca. ein Drittel aller Schulhomepages ganz ohne einen Homepage-Baukasten oder CMS auskommen. Die dabei genannten Gründe gegen eine CMS weisen vor allem auf die großen eigenen Gestaltungsmöglichkeiten hin. So kann mit Hilfe von HTML, CSS und einer Programmiersprache wie meistens PHP vieles einfach gestaltet werden. Ferner wird häufig der benötigte Zeitaufwand für einarbeitung und Wartung eines Content Management Systems als großes Problem genannt.  Ein einfacher Web-Editor, der zumeist auch kostenlos ist, reicht völlig aus, um damit eine Schulhomepage zu erstellen, sofern Sie sich mit CSS, HTML und PHP auskennen. Hier ist ein Screenshot des sehr guten und kostenlosen Webeditors Microsoft Expression Web:

Der Vergleich mit dem Wunsch-System ergibt Folgendes:

  1. Das System lässt sich ganz einfach und intuitiv bedienen.
    JEIN. Sie benötigen zur einfachen Bedienung einen Überblick über die einzelnen Seiten und Design-Vorlagen. Wenn Sie diese haben, kann aber auch das Management einer Schulhomepage mit einfachen Seiten benutzerfreundlich sein.

  2. Ich kann Texte und Bilder kinderleicht und fix integrieren. JA, trifft zu.
    Sie haben die Möglichkeit mit Platzhaltern zu arbeiten. So können Sie Inhalte die auf jeder Seite erscheinen bequem auslagern. Dann können Sie mit Hilfe eines Editors mit Vorschau-Funktion wie z.B. Dreamweaver oder Microsoft Expression Web sehr leicht Texte und Bilder integrieren.

  3. Mit komplizierter Technik und Webhosting im Hintergrund habe ich gar nichts zu tun. Alle Texte, Bilder, Videos und ggf. Musik werden problemlos integriert.
    JEIN. Sie müssen sich zwar um einen eigenen Webhoster kümmern und Ihre HTML, CSS und evtl. PHP-Dateien selbst gestalten. Allerdings können Sie hierbei selbst entscheiden, wie kompliziert Ihr System sein soll. Sie sind nicht darauf angewiesen z. B. die komplizierte Technik eines CMS zu verstehen und zu beherrschen. Ein sehr guter Webhoster mit preiswerten Paketen und kostenlosem telefonischen Support ist www.all-inkl.com. Dort können Sie auch einen Account zunächst kostenlos testen und einen Umzugsservice nutzen.
  4. Es gibt viele großartige Designvorlagen, die ich ganz schnell und einfach für meine Schulhomepage anpassen kann.
    JEIN. Es gibt zwar einige sehr schöne kostenlose Designvorlagen, aber sie müssen großes Glück haben, wenn Sie eine Vorlage einfach so übernehmen können. Wenn Sie ein sehr individuelles Design möchten, sollten Sie sich zumindest gut mit CSS und HTML auskennen.

  5. Meine Schulhomepage wird schnell und passend bzw. richtig auf allen Monitoren, Fernsehern, Tablets und Handys angezeigt.
    JEIN. Dies kann zutreffen, wenn Sie das richtige responsive Design erstellt haben.

  6. Ich kann entweder alleine arbeiten oder aber beliebig vielen anderen Personen Zugang zum System erlauben. Dabei kann ich einfach und genau regeln, was eine andere Person darf.
    JA. Trifft zu. Da alle Inhalte in einzelenen Dateien vorliegen, können Sie bestimmten Personen einfach nur bestimmte Dateien zur Bearbeitung geben. Allerdings müssen diese Personen sich auch zumindest grundlegend mit HTML auskennen.

  7. Dynamische Elemente wie z. B. Forum, Bildergalerie oder interaktive Anfahrtskarte kann ich falls gewünscht ganz leicht integrieren.
    JEIN. Es gibt zwar eine Vielzahl an kleinen kostenlosen Skripten und Erweiterungen. Manche sind sehr einfach und manche sehr schwierig zu integrieren. Ferner müssen Sie diese meist selbst für Ihre Homepage anpassen und immer darauf achten, dass diese sicher und aktuell sind. Wenn Sie viele solcher Erweiterungen benötigen ist oft ein CMS bei dem diese Erweiterungen bereits integriert sind deutlich besser.

  8. Das System ist professionell, so dass meine Schüler ganz nebenbei auch gleich den Umgang mit professioneller Webdesign-Software lernen und ich sie damit gut auf die Arbeitswelt vorbereite.
    JEIN. Ihre Schüler lernen zwar nicht den Umgang mit einen großen Content Management System. Dafür lernen Sie aber den Umgang mit HTML, CSS und PHP. Das ist sehr hilfreich da fast alle CMS letztlich auch auf HTML, CSS und PHP basieren.

  9. Das System ist kostenlos oder zumindest kostet es nur sehr wenig und wird nicht mit Werbung finanziert.
    JA. Bis auf monatlich ca. 5-10 Euro für Webhosting fallen in der Regel keine weiteren Kosten an. Es sei denn, Sie benötigen jemand, der für Sie die Erstellung der Design-Vorlagen oder sogar die gesamte Wartung des Systems übernimmt. Dann wird es mit einem vierstelligen Euro-Betrag schnell teuer.

  10. Das System ist sicher und kann nicht gehackt werden.
    JEIN. Sie müssen zwar selbst darauf achten, dass Sie z. B. keine unsicheren PHP-Skripte einsetzten. Da Sie aber keine Standardsoftware wie ein CMS verwenden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand vorhandene Sicherheitslücken findet oder überhaupt danach sucht, eher klein. Letztlich bleibt aber auch hier die Erfahrung: Kein System ist 100-prozentig sicher.

Drei sehr gute Webseiten auf denen Sie viel über die Erstellung von Homepages mit HTML, CSS und PHP lernen können sind:

  • www.drweb.de - der Klassiker rund und die Erstellung von Webseiten mit vielen Tipps für Einsteiger
  • www.smashingmagazine.com - zwar auf English und sehr anspruchsvoll, aber mit vielen hervorragenden Artikeln
  • www.t3n.de - ein jüngeres Projekt, das sich aber mit großartigen Artikeln auszeichnet.


CMS-Vergleich Fazit: Überlegen Sie ganz genau, welches System für Ihre (Schul)Homepage am besten ist

Es gibt viele Wege, wie Sie Ihre Schulhomepage gestalten können. Sie sollten sich jedoch ganz genau mit Hilfe dieses CMS-Vergleichs überlegen, welchen Weg Sie einschlagen. Sei es mit Hilfe eines des hervorragendem Homepage-Baukastens von Jimdo, eines Content Management Systems, einem speziellen Firmenangebot, dem Angebot eines Bildungsservers oder einfach nur mit HTML, CSS und PHP: jeder Weg der Schulhomepage-Gestaltung hat Vor- und Nachteile.

Ich habe in den letzten 15 Jahren jeden der oben beschriebenen Wege zur Schulhomepage-Gestaltung ausprobiert. Meine Erfahrung lehrt mich drei wesentliche Dinge:

  1. Überlegen Sie sich zuerst ganz genau, was Ihre Schulhomepage bieten und können soll. Erst DANACH suchen Sie ein System mit dem Sie die erforderlichen Funktionen möglichst einfach und preiswert erstellen können.
  2. Keep it simple. Machen Sie es sich einfach. Überlegen Sie ganz genau, ob eine Funktion wirklich erforderlich ist. Wenn eine Funktion nicht wirklich sinnvoll ist, lassen Sie sie lieber weg. Je weniger Funktionen Ihre Schulhomepage hat, desto einfacher können Sie Ihre Schulhomepage erstellen und langfristig einfach aktuelle halten und ausbauen. Setzen Sie ein komplexes CMS wie Typo3 oder Joomla nur dann ein, wenn Sie die ganzen Funktionen wirklich benötigen. Ansonsten sind Sie mit einem einfachen Baukasten-System oder einfachen HTML-Seiten deutlich besser bedient.
  3. Testen Sie viele verschiedene Systeme ausgiebig. Die ins Testen investierte Zeit wird sich langfristig vielfach auszahlen, da Sie so ihr optimales System finden werden.

Sicherlich können Sie auch immer noch irgendwann den Weg ändern, aber das bedeutet oft sehr großen Arbeitsaufwand, der sich mit vorheriger genauer Überlegung vermeiden lässt.

Kinderleicht eine professionelle Website mit dem Jimdo-Baukasten erstellen.Mein persönlicher Tipp: Schauen Sie sich Jimdo einmal genau an und testen Sie es kostenlos. Sollten Sie dennoch mehr Funktionen benötigen, können Sie immer noch ein anderes System auswählen. In den meisten Fällen wird Jimdo aber hervorragend für Ihre Schulwebsite passen.

 

 

Fazit

In diesem Artikel wurde versucht Ihnen einerseits mögliche Fragen für Ihr optimales Schulhomepage-System, verschiedene Wege und einige Hilfen zur Bewertung dieser Wege an die Hand zu geben. Nun sind Sie dran. Überlegen Sie und testen Sie ausgiebig. Dann werden Sie sicherlich viel Erfolg mit Ihrem System haben.

Markus Dange


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