Wordpress CMS im Test für Schulhomepages

Wordpress gehört neben Joomla, Drupal und Typo3 zu den beliebtesten Content Management Systemen in Deutschland. Hier sollen die Vorteile und Nachteile von Wordpress für den Einsatzzweck "Schulhomepage" erläutert und getestet werden.
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I. Installation

Das kostenlose Wordpress lässt sich in der Version 4.7 mit einem Installationsprogramm (Installer) innerhalb von nur wenigen Minuten installieren. Voraussetzung für die 5-Minuten-Installation sind lediglich der FTP-Zugang zum Webhosting-Paket, sowie eine MySQL5-Datenbank plus PHP. Der Installer führt Schritt-für-Schritt durch den Installationsvorgang und ist dabei so klar und benutzerfreundlich, dass auch Anfänger sich leicht zurechtfinden. Wer möchte, kann es noch bequemer haben und ein Wordpress-Hosting mit 1-Klick-Installation nutzen. Mit einem kostenlosen Wordpress Tutorial deutsch ist die Installation und die Verwendung von Wordpress 4.7 noch einfacher.

 

II. Design und Design-Vorlagen

Nach der Installation können Sie leicht eines von vielen tausend Design-Vorlagen verwenden. Für fortgeschrittene Webmaster ist es relativ einfach mit Hilfe von Grundkenntnissen in CSS, HTML und PHP ein eigenes Design zu erstellen. Wordpress unterstützt HTML5 und kann daher leicht zum Erzeugen von "Responsive Webdesign" genutzt werden. Somit wird das Design auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen passen angezeigt und unterstützt nicht nur größere Monitore, sondern auch Tablets und Smartphones.

 

III. Benutzerfreundliche Artikelerstellung

In Wordpress wird Benutzerfreundlichkeit groß geschrieben. Daher ist es sehr leicht Artikel mit Grafiken oder Videos zu erstellen. Hierzu wird einfach die passende Formatvorlage ausgewählt.

Somit können Sie leicht alle notwendigen Informationen einer Schule wie z. B. zu Lehrkräften, Schulprogramm, Aufgabenbereichen oder pädagogischen Schwerpunkten veröffentlichen. Diese Texte können Sie dann mit Bildern ansprechend präsentieren.

 

IV. Einfache News-Veröffentlichung

Wordpress ist ursprünglich ein Blog-System, was sich gerade im Newsbereich als Vorteil erweist: neue Artikel, Bildergalerien und sogar Videos lassen sich kinderleicht mit Formatvorlagen einbinden und veröffentlichen.

 

V. Rechtevergabe ja, aber nicht beliebig einstellbar

Die Benutzer von Wordpress können in vorgegebenen Gruppen einsortiert werden, wie z. B.:

  • Administrator: darf alles
  • Editor: darf Artikel erstellen, bearbeiten und veröffentlich
  • Autor: darf Artikel erstellen, aber nicht veröffentlich

in den FAQs steht hierzu:

"Die Benutzerrollen werden im deutschen WordPress wie folgt übersetzt:
Administrator = Administrator
Editor = Redakteur
Author = Autor
Contributor = Mitarbeiter
Subscriber = Abonnent bzw. Registrierter Benutzer"

Beliebig viele Nutzer können erstellt und dann den einzelnen Benutzergruppen zugeordnet werden - aber immer nur innerhalb der Gruppen. Es besteht nur mit Hilfe von Plugins die Möglichkeit, Rechte weiter zu individualisieren.

Dies kann dann ein Manko werden, wenn viele unterschiedliche Benutzertypen mit verschiedenen Benutzerrechten eingerichtet werden sollen. Für eine Schulhomepage kann es also Probleme geben, wenn zum Beispiel bestimmte Lehrer mehr oder weniger dürfen sollen, als andere Lehrer.

 

VI. Sicherheit

Das "Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)" hat die führenden vier Content Management Systeme auf ihre Sicherheit hin überprüft. Ergebnis ist u. a., dass Wordpress durchaus sicher sein kann, vorausgesetzt Sie verwenden für Ihre Schulhomepage möglichst wenige Plugins und Sie konfigurieren Wordpress nach der Standardinstallation so, dass es sicher wird.

Plugins bieten für das BSI die größte Angriffsfläche für alle vier getesteten Systeme. Daher sollten Sie sich genau überlegen, welche Funktionen Ihr CMS haben soll und ob Sie dafür ein Plugin benötigen oder ob das CMS die Funktion bereits in dem Kern hat. Wenn Sie also beispielsweise detaillierte Benutzerrechte benötigen, ist Wordpress für Ihre Schulhomepage eher unsicher, denn dazu benötigen Sie ein Plugin.

Wordpress ist immer wieder Angriffsfläche für Hackerattacken, daher es von vielen Anwendern verwendet wird, die sich kaum um die Sicherheit kümmern. Daher sollten Sie unbedingt auf die Sicherheitseinstellungen und -updates achten.

 

Fazit

Mit Wordpress lässt sich sehr schnell und einfach eine gute Schulhomepage erstellen. Sehr leicht kann es installiert und den eigenen Wünschen entsprechend angepasst werden. Die Benutzerfreundlichkeit ist sehr hoch.

Gerade das schnelle und einfache Veröffentlichen von News-Artikeln ist für eine  Schulhomepage ein großer Vorteil. Somit können Schul-Infos bequem veröffentlicht werden.

Grenzen hat Wordpress jedoch für Schulhomepages, wenn es um sehr individuelle Rechtevergaben geht. Wenn Sie für viele unterschiedliche Schüler und Lehrer die Rechte fein abstimmen wollen, ist Wordpress nicht das CMS erster Wahl. Dann sollten Sie lieber mehr Aufwand betreiben und Typo3 einsetzen.
Der Preis für die hohe Benutzerfreundlichkeit ist somit eine eingeschränkte Individualisierungsmöglichkeit.

Auch wenn Sie für Ihre Schulhomepage Wert auf höchste Sicherheit legen, sollten Sie eher Typo3 einsetzen. Denn Typo3 wird viel mehr von großen Firmen und für Internetpräsenzen eingesetzt, bei denen das Thema Sicherheit eine große Rolle spielt.

Wenn Sie jedoch nur wenige Mitstreiter bei Ihrer Schulhomepage haben und sie nur wenige Plugins nutzen, können Sie mit Wordpress einfach und sicher Ihre Schulhomepage betreiben.

 

 

Weiterführende Links:


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