Schulhomepage-Trends 2017

Die Gestaltung von Schulhomepages entwickelt sich weiter. Hier werden aktuelle Schulwebsite-Trends für das Jahr 2017 vorgestellt.
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1. Newsbereich bleibt Aushängeschild

Gerade der Newsbereich findet sich auf fast allen Schulhomepages im zentralen Mittelpunkt zur Präsentation von geleisteter Arbeit und zur Ankündigung von Ereignissen. Diese beiden Bereiche werden meistens mit Foto und Überschrift versehen und führen dann auf einen ausführlichen Text. Hierdurch kann jeder Besucher der Schulhomepage schnell einen Eindruck gewinnen, was an der Schule passiert.

 

 

2. Wordpress überholt Joomla

In den vergangenen Jahren war Joomla das dominanteste CMS für Schulhomepages. Es erlebte einen großen Boom, da es sich rasant entwickelte und vor allem extrem viele Plugins lieferte. Wordpress hingegen entwickelte sich viel langsamer und bot daher weniger Anreize für einen Einsatz.

2017 sieht die Lage ganz anders aus. Joomla ist an vielen Stellen zu unübersichtlich und wirkt oft wie ein "Flickenteppich". Sicherlich kann auch hiermit eine Schulhomepage betrieben werden, aber im Gegensatz zu Wordpress ist es nicht mehr erste Wahl. Wordpress hingegen hat sich vom reinen Blogsystem hin zum übersichtlichen und benutzerfreundlichen CMS-System für eine Schulhomepage entwickelt. Hinzugekommen ist vor allem einen einfache Benutzerverwaltung, die es erlaubt grundlegend Rechte zu vergeben und einzelne Nutzer einzuschränken.Auch das einspielen von Updates läuft recht einfach, sofern auf viele Plugins verzichtet wird.

Typo3 ist immer noch erste Wahl für alle Entwickler, die sich richtig in ein CMS einarbeiten wollen. Problematisch ist aber weiter das komplizierte Typo3-Upgrade-Verfahren auf die nächsthöhere Typo3-Version. Dies gilt besonders wenn eigene Plugins entwickelt wurden. So dass hier oft erst ein teurer Profi die Probleme lösen kann.

Ob ein CMS grundsätzlich sinnvoll ist, erörtert der Artikel "CMS-Vergleich - Tipps zum optimalen Schulhomepage-System"

 

3. Baukastensysteme für Schulwebsites

Baukastensysteme wie Jimdo oder Wix werden 2017 häufig eingesetzt: Sie können kinderleicht bedient werden und bieten gerade für kleinere Schulhomepages meist genügend Möglichkeiten. Auch die Kosten sind mit ca. 5-10 Euro monatlich überschaubar. Probleme mit Technikupdates entfallen, da alles vom Anbietern im Hintergrund geschieht.

Was bei den Baukastensystemen besonders fehlt, ist eine einfache Benutzerverwaltung mit Rechtevergabe und bei Jimdo z.B. die Möglichkeit, mehr als drei Navigationsebenen zu nutzen. Ebenso ist es nicht möglich ein vollständiges Backup mit dem System zu erstellen und wieder einzuspielen. Abgesehen von diesen Einschränkungen ist es jedoch sehr gut nachvollziehbar, dass Baukästen auch bei Schulhomepages großen Anklang finden.

 

 

4. Videos 2017 ohne Flashplayer

Der Adobe Flashplayer war in den vergangenen Jahren Standard für multimediale Inhalte im Web, ganz voran zum Einbinden von Videos. Da es aber in den letzten Jahren sehr oft zu Sicherheitslücken gekommen ist, haben vielen Benutzer den Flashplayer aus Sicherheitsgründen aus Ihrem Browser verbantt. Mit Recht den alle großen aktuellen Browser wie Mozilla Firefox, Microsoft Edge oder Google Chrome unterstützen 2017 das abspielen von Filmen ohne den Flashplayer. Technisch wird das mit HTML 5 realisiert, das die Browser fast vollständig unterstützen.

 

 

5. Schulhomepages häufiger von Smartphones abgerufen

Der Trend zum Smartphone ist ungebrochen und die meisten Seitenaufrufe einer Schulhomepages erfolgen 2017 nicht mehr über einen Desktop-Computer sondern von einem Smartphone. Dies führt dazu, dass Sie die Schulhomepages unbedingt für die Nutzbarkeit am Smartphone optimiert werden sollten.

Dies kann auf zwei Arten geschehen: Entweder Sie passen die Größe der Webseiten und Schrift dynamisch an die Smartphonegröße an oder Sie testen einfach ob die aktuelle feste Größe von häufig einer Breite von 980 Pixeln nicht einfach auch auf Smartphones gut bedienbar ist. Letztere Variante funktioniert häufig, da moderne Smartphones inzwischen mindestens eine Displaygröße von 5 Zoll haben. Dabei sind hohe Display-Auflösungen sehr gut machbar. Zwar ist der Text häufig klein, dafür bietet eine Auflösung von 980 Pixeln in der Breite aber eine Seitenübersicht. Und der Text lässt sich meist auch zoomen. Also ausprobieren!

 

6. Echte Interaktion auf Schulhomepages setzt sich nur selten durch

Es gibt kaum Schulhomepages mit echter Interaktion, wie z.B. einem aktiven Forum. Hierfür gibt es mehrere Gründe:

  • ein Forum ist meist aufwändig technisch zu warten
  • die Inhalte müssen ständig überwacht und ggf. schnell reagiert werden
  • Schüler tummeln sich lieber unter sich als auf der offiziellen Homepage der Schule
  • Smartphones bieten mit ihren sozialen Netzen einfachere Möglichkeiten des Austauschs

 

7. Vertretungsplan wird zum Standard

Viele Schulen haben ihn inzwischen: einen Webvertretungsplan. Nachdem die rechtlichen Probleme in den letzten Jahren noch häufig Probleme bereiteten, haben viele Schulen inzwischen Wege gefunden um v.a. das Problem mit dem Datenschutz zu lösen. So werden Informationen auf dem Vertretungsplan im Internet meist mit einem Passwort geschützt. Und die dann sichtbaren Informationen werden nur für die aktuellsten drei Tage und ohne Angaben von Lehrernamen veröffentlicht.

 

8. Ansprüche an das Webhosting steigen

Webhosting wird von den meisten Schulen als Dienstleistung angesehen. Daher erwarten die meisten Schulen viel Komfort. Hierzu gehören beispielsweise eine fachkompetente und sehr gut erreichbare Hotline, exzellenten und schnellen Email-Support, Sicherheit für die Schulwebsite und die Möglichkeit einfach und komfortabel die eigene Website mit einzelnen Webseiten, Grafiken und Dateien zu verwalten. Ferner wollen Schulen möglichst wenig mit der technischen Seite des Webhostings zu tun haben und dies eher wie ein Element ihres "Office-Bereichs" nutzen, um sich so vor allem auf die Inhalte der Schulhomepage konzentrieren zu können.

 

Fazit

Die Entwicklung der Schulhomepages schreitet stetig voran und verändert dadurch die Gestaltung von Schulhomepages enorm. Mit einer einfachen Schulhomepage bei der alle Besucher "Hurra" rufen ist es 2017 nicht mehr getan. Schulhomepages werden zum wesentlichen Bestandteil jeder Öffentlichkeitsarbeit von Schulen. Dementsprechend hoch sind die Ansprüche an Schulwebsites.