Webhosting für Schulhomepages

Eine Schulhomepage stellt eigene Anforderungen an gutes Webhosting. Hier werden einige Besonderheiten mit Lösungen beschrieben und gute Webhoster für Schulhomepages vorgestellt.
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10 Euro pro Monat reichen meistens aus

Die meisten Webhoster haben einen Tarif für ca. 10 Euro monatlich im Angebot, der für eine Schulhomepage ausreichend ist. Dafür gibt es einen schnellen Server mit PHP und der Möglichkeit ein beliebiges CMS einzusetzen und mit 50-100 GB Speicherplatz genügend Speicherplatz für Dateien und Emails. Darüber hinaus bieten diese Pakete PHP und MySQL, welche für ein CMS oder komplexere Funktionen notwendig sind. Diese Pakete sind meist für max. 50.000 Besucher pro Monat ausgelegt und damit ausreichend für die allermeisten Schulhomepages.

 

Viele Email-Adressen mit viel Speicherplatz

An Schulen mit über 50 Lehrkräften und damit die meisten Gymnasien, Berufs- und Gesamtschulen werden auch dementsprechend viele Email-Adressen und genügend Speicherplatz benötigt. Soll jeder Kollege mindestens 1-2 GB Speicherplatz haben, was nicht gerade üppig ist, so sollte der Tarif mindestens 100 GB Gesamtspeicherplatz für Emails bieten.

 

1-Klick-Installation Wordpress, Typo3 oder Joomla

Viele Schulhomepages verwenden ein Content Management System (CMS) wie Wordpress, Joomla oder Typo3. So erleichtert beispielsweise ein Wordpress-Hosting mit 1-Klick-Installation die Installation des CMS erheblich. Auf diese Weise kann das CMS sehr leicht im Webhosting-Paket mit einem Mausklick eingerichtet werden.

 

Spezialisierte Webhoster auf ein Content Management System

Einige Webhoster sind auf ein Content Management System wie Typo3 oder Wordpress spezialisiert. Vorteil dieser Webhoster ist, dass sie sich exzellent mit dem CMS auskennen und hervorragenden Support bieten können. Wenn Sie sich sicher sind auf Dauer das CMS zu nutzen, kann ein spezialisierter Webhoster sehr gute Dienste leisten.

Nachteil ist jedoch Folgendes: Sollten Sie einmal das CMS wechseln oder gar keines mehr nutzen wollen, müssen Sie eventuell den Webhoster wechseln, was komplex sein kann.

 

Zahlung zum Wunschtermin im Wunschintervall

Eine monatliche Zahlungsweise empfiehlt sich aus praktischen Gründen nicht:
Die meisten Schulen zahlen die Webhostingkosten nicht über ein eigenes Konto, sondern die Stadt als Schulträger übernimmt die Kosten. Die Stadt wird jedoch häufig keine automatischen Kontoabbuchungen zulassen, sondern nur vorgelegte Rechnungen bezahlen. Sollte so eine Rechnung nun zu Beginn der sechswöchigen Sommerferien eintreffen, kann es sein, dass niemand in der Schule ist, um die Rechnung an die Stadt weiterzuleiten. Im schlimmsten Fall kann zu einer Sperrung der Schulwebsite und der Schul-Emails kommen, was praktisch in der Vergangenheit schon passiert ist. Daher sollte eine jährliche zahlweise z.B. im Monat Februar gewählt werden, so dass dann immer jemand da ist, der die Rechnung rechtzeitig bezahlen kann.

 

PHP-Versionen einstellbar

Die meisten Schulhomepages setzen auf ein Content Management System (CMS) mit PHP auf oder verwenden PHP-Skripte. Da PHP ständig weiterentwickelt wird, gibt es immer neue Versionen, die jedoch nicht unbedingt mit dem aktuell eingesetzten CMS oder Skript kompatibel sind. Daher ist es sehr sinnvoll, wenn sich die PHP-Version einstellen lässt, um Kompatibilität mit der eigenen Schulhomepage zu erreichen oder zu testen. So kann z.B. eine Kopie der aktuellen Schulhomepage erstellt werden, um dann bei dieser eine neue PHP-Version zu testen.

 

Testumgebung mit Kopie der Schulwebsite leicht einzurichten

Es gibt immer wieder Situationen in denen eine Änderung an der Schulhomepage nicht an der aktuellen ausprobiert werden sollte, sondern lieber in einer Testkopie, um nicht das aktuelle System zu zerstören. Einige Webhoster bieten speziell zur Herstellung einer solchen Testkopie sehr gute Hilfe, indem sich per Mausklick oder per Email an den Support innnerhalb von Minuten eine Kopie der Schulhomepage mit allen Dateien und der Datenbank erstellen lässt. Sehr hilfreich und zeitsparend.

 

Umzugsservice

Manchmal stellt sich heraus, dass der aktueller Webhoster die vielleicht gestiegenen Ansprüche an die eigene Schulhomepage nicht (mehr) erfüllen kann. Um dann schnell und unkompliziert die Homepage zu einem neuen Webhoster umzuziehen, bieten viele Webhsoter einen "Umzugsservice" an. Dieser kann darin bestehen, dass der Webhoster eine detaillierte Schritt-für-Schritt Anleitung bereitstellt oder aber sogar, dass der Kunde nur den Zugang zur alten Schulhomepage bereitstellt und der neue Webhoster dann den kompletten Umzug durchführt. Das kann insgesamt sehr hilfreich sein.

 

Exzellente Hotline unabdingbar

Trotz der großen Fortschritte im Bereich Komfort, bleibt Webhosting eine komplexe Angelegenheit. Zwar helfen Anleitungen (FAQs) auf der Website des Webhosters häufig weiter, aber oftmals auch nicht. Dann sollte eine kompetente, kostenlose und schnell erreichbare Hotline mit Fachpersonal selbstverständlich sein. Dies ist nach langjähriger Webhosting-Erfahrung ein absolutes Muss und ein wesentliches Merkmal für einen erstklassigen Webhoster. Ohne Hotline wäre es oft höchst zeitaufwändig oder manchmal unmöglich ein technisches Problem zu lösen.

Denn die meisten Schulhomepages werden hauptverantwortlich von Lehrern administriert, die zwar sehr erfahren sind in dem was sie machen, aber meistens keine professionelle IT-Ausbildung durchlaufen haben.

 

Bei Homepages-Baukästen lieber externe Email-Adressen

Homepage-Baukästen wie Jimdo oder Wix sind auch für Schulhomepages sehr beliebt, denn mit ihnen können auch große Schulhomepages komfortabel und mit wenig technischem Wissen betrieben werden. Diese Baukästen sind jedoch nicht für ein Lehrerkollegium mit teilweise über 50 Personen ausgelegt. Viele Email-Adressen sind oft teuer und schwierig zu verwalten. Daher ist es folgendes Vorgehen sinnvoll:

Sie betreiben zusätzlich zum Homepagebaukasten ein Webhosting-Paket mit dem von Ihnen benötigten Speicherplatz für Emails. In diesem Webhosting-Paket haben Sie auch Ihre Haupt-Domain, wie z.B. www.schulhomepage.de Diese Domain leiten Sie nun z.B. per A-Record an Ihren Homepage-Baukasten weiter. Von der Weiterleitung werden Ihre Besucher nichts bemerken, da diese in Millisekunden geschieht. In dem Webhosting-Paket können Sie nun aber komfortabel und kostengünstig die Email-Adressen Ihrer Lehrer verwalten und nutzen.

 

Backups leicht erstellbar

Standard ist inzwischen die Möglichkeit, mit einem kleinen Tool per Mausklick eine Sicherung der Datenbank und der Dateien zu erstellen. Das Ergebnis ist in der Regel eine gepackte Datei im Format .zip oder.tar, welches sich dann bequem downloaden lässt. Diese Funktionen stehen jedoch leider nicht zur Verfügung, wenn Sie ein Baukastensystem verwenden.

 

Sicherheit für Schulwebsites

Auch bei Schulen spielt Sicherheit eine große Rolle. Immer wieder werden Schulwebsites gehackt. Deshalb sollten Sie stets darauf achten ihr CMS mit Sicherheitsupdates schnell zu versorgen und entsprechende Updates einzuspielen. Inzwischen gibt es Dienste wie z.B. Sitelock mit deren Hilfe Schulhomepages automatisch nach Schwachstellen durchleuchtet werden um so Einfallstore zu erkenn und schnell schließen zu können. Viele Premiumwebhoster bieten für ein paar Euro im Monat solche Sicherheits-Scans an.

 

Trends für die Zukunft

Hochwertige Pakete setzen inzwischen sehr schnelle SSDs als Festplatten für die Datenspeicherung ein, wodurch sich die Geschwindigkeit der Schulwebsite v.a. mit intensiver Nutzung der Datenbank häufig vervielfachen lässt.

Die meisten Schulhomepages werden heute noch über http übertragen. In Zukunft wird es immer mehr Schulwebsites geben, die per SSL verschlüsselt und dann mit https sicher übertragen werden.

 

Fazit

Webhosting für Schulhomepages erfordert in einigen Bereichen das Erfüllen von speziellen Anforderungen. Insgesamt haben sich die Webhoster jedoch inzwischen auch auf diese Ansprüche eingestellt, so dass sich alle besonderen Wünsche für die Schule erfüllen lassen.

Besonders geeignet erscheinen daher Premiumwebhoster wie z.B. Domainfactory oder Hosteurope, die all die oben genannten Anforderungen für Schulen erfüllen. Insgesamt gilt aber auch bei der Auswahl des Webhosters: Lieber zuerst viel testen und sich genau erkundigen, als einen beliebigen Webhoster schnell auswählen und hinterher auf tiefgreifende Probleme zu stoßen.


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