Multimedia auf Webseiten

Es ist heute eine Selbstverständlichkeit, dass multimediale Inhalte (sei es Audio oder Video) auf Webseiten angeboten werden. Doch die Art und Weise diese Inhalte zugänglich zu machen, ist keineswegs trivial. Hierzu ein paar Hintergrundinformationen.
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Download und Multimediaplayer

Prinzipiell ist es auf einer Website immer möglich, dass multimediale Inhalte zum Download verlinkt werden, damit sich ein Besucher diese Dateien herunterladen und mit einem geeigneten Programm auf seinem System abspielen lassen kann. Dazu darf dann der Benutzer selbst entscheiden, mit welcher Software er die multimedialen Inhalte abspielt - und wann.

direkte Wiedergabe im Browser

Wenn ein Seitenanbieter nun das Abspielen direkt auf der Website selbst ermöglichen möchte, dann wird es schon komplizierter. Je nach Dateiformat benötigt der Besucher in seinem Browser nun ein passendes Plugin, damit die Datei innerhalb der Website erfolgreich wiedergegeben werden kann. Ist ein solches Plugin nicht verfügbar, scheitert die Wiedergabe. Der Benutzer wird dann von seinem Browser auf die Notwendigkeit des fehlenden Plugins hingewiesen, manchmal sogar mit der Möglichkeit, diesen finden und installieren zu lassen.

Hier ist der Besucher nun nicht mehr frei in der Wahl seiner Wiedergabesoftware, sondern muss den auf der Website erzwungenen Plugin nutzen - oder kann eben diese Inhalte nicht sehen oder hören. Hier wäre es natürlich sehr hilfreich, wenn zur Sicherheit auch ein Download-Link neben der direkten Einbindung auf der Website angeboten wird, sodass im Falle des Scheiterns der Besucher zumindest über den Download an die Inhalte kommt.

Videos seit 2017 ohne Flashplayer

Der Adobe Flashplayer war in den vergangenen Jahren Standard für multimediale Inhalte im Web, ganz voran zum Einbinden von Videos. Da es aber in den letzten Jahren sehr oft zu Sicherheitslücken gekommen ist, haben vielen Benutzer den Flashplayer aus Sicherheitsgründen aus Ihrem Browser verbantt. Mit Recht den alle großen aktuellen Browser wie Mozilla Firefox, Microsoft Edge oder Google Chrome unterstützen seit 2017 das abspielen von Filmen ohne den Flashplayer. Technisch wird das mit HTML 5 realisiert, das die Browser fast vollständig unterstützen.  Weitere Informationen zur technischen Weiterentwicklung von Schul-Websites gibt es in dem Artikel "Schulhomepage-Trends".

Fazit

Youtube hat es im Prinzip vorgemacht: Mit der in der Vergangenheit so gut wie überall eingesetzten Flash-Technologie, die es als Plugin in so gut wie jedem Browser gab, konnten multimediale Inhalte früher direkt auf Webseiten in einem einfach zu bedienendem Player abgespielt werden. Die notwendigen Konvertierungs- und Abspielprogramme waren im Internet kostenlos erhältlich, sodass dem modernen Multimediaangebot auf Webseiten nichts mehr im Wege stand. Google war mit www.youtube.de dann das erste große Portal, das seine Videos per HTML anstatt mit Flash abspielte. Hauptgrund hierfür waren immer wieder auftretende Sicherheitslücken. Spätestens seit 2017 hat HTML5 Flash als Hauptmedium für Multimedia auf Webseiten abgelöst.


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