Rechtsklicksperre als Bilderschutz

Das Problem: Die Schulwebsite stellt Bilder online und Schüler speichern sich diese auf dem Computer um und laden diese dann in einer Community oder ähnliches wieder hoch. Schlimm wird es vor allem dann, wenn Bilder zuvor noch bearbeitet werden um abgebildete Personen zu verunglimpfen und ins Lächerliche zu ziehen.
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Sinn und Unsinn einer solchen Lösung

Um im Browser eine Rechtsklicksperre einzurichten, wird ein JavaScript benötigt, welches (zumindest auf Bildern) die Benutzung der rechten Maustaste verhindert. Aber genau hier fängt die Problematik bereits an.

  1. Moderne Browser (dazu zählt bisher noch keine Version des Internet Explorers!) können solche Script-Aktionen verhindern, da über diesen Mechanismus das sehr sinnvolle Kontextmenü unterbunden wird - ein sehr störender Nebeneffekt!

  2. Copy&Paste wird auf der Seite dadurch gerade nicht verhindert, sodass man trotzdem die Bildinformationen in ein Bildbearbeitungsprogramm übertragen kann.

  3. Nicht überall ist JavaScript verfügbar, schon garnicht für Google und seinen Bildersuche-Mechanismus.

  4. Eine Bildschirmkopie über die „Druck“-Taste reicht aus, um das Bild zu bearbeiten und weiter zu verwenden. Das Skript stellt keinen wirksamen Schutz dar.

Fazit

Wenn Schüler mit Bildern einer Schulwebsite keinen Unfug treiben sollen, dann dürfen diese Bilder nicht auf die Schulwebsite. Dieser Satz gilt uneingeschränkt.

Wenn Bilder im Internet veröffentlicht werden, dann setzt man sie dem „Bilderklau“ und der Verunglimpfung aus - ohne Wenn und Aber. Wer das nicht möchte, für den gilt der vorherige Absatz.

Eine Rechtsklick-Sperre ist faktisch Unsinn. Punkt. Wer unter technischen Aspekten gerne mit solchen Scripten spielen möchte, wird dabei sehr vieles über Möglichkeiten und Grenzen, über Sinn und Unsinn mit JavaScript lernen, aber er wird niemals seine Bilder gegen Missbrauch schützen können. Auch wenn dies diverse JavaScripte an vielen Orten im Internet versprechen.


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