Teil 6: Interaktivität und Kreativität

Der Computer ist für die meisten Schüler ein großer Anziehungspunkt. Sie chatten, schreiben Emails, nutzen Online-Communitys, hören Musik aus dem Internet, spielen Computerspiele und vieles mehr.
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Auffällig ist dabei, dass die Computer- und Internetnutzung fast ausschließlich in Form eines Konsumierens geschieht:

  • Online-Chatrooms und E-Mail-Dienste werden genutzt, um schnell zu kommunizieren
  • Spiele werden nicht selbst gestaltet, sondern durchgespielt
  • Internetseiten werden aufgerufen und nur selten selbst erstellt.

Zwar wissen fast alle Schüler und Jugendlichen wie bei Communitys ein Persönlichkeitsprofil angelegt und eigene Bilder hochgeladen werden können, jedoch kann dadurch nicht von umfassender kreativer Gestaltung gesprochen werden. Es bleibt fast immer beim Konsumieren.
Die Tatsache, dass die meisten Schüler sehr viele Möglichkeiten des Computers und des Internets nutzen, kann berücksichtigt werden. Internetangebote können gemeinsam mit den Schülern besucht und anschließend kritisch hinterfragt werden, beispielsweise so:

  • Welche Funktionen bietet eine erfolgreiche Online-Community? Wie kann ich selbst eine Community starten?
  • Wie wird ein Computerspiel erstellt? Wie muss es gestaltet sein, um Spaß zu machen?
  • Ist es schwierig eine eigene Internetseite zu gestalten? Was macht eine gute Website aus?
  • Wie plane ich eine umfangreiche Website wie eine Schulhomepage im Team?
  • Was ist ein Content Management System und wie hilft es mir?
  • Welche rechtlichen Aspekte müssen beachtet werden?
  • Was ist Benutzerfreundlichkeit? Worauf muss ich hierbei achten?
  • Welche interaktiven Möglichkeiten können Besucher der Schulhomepage nutzen?

Das Hinterfragen führt in vielen Fällen dazu, dass Schüler die Funktion selbst ausprobieren und nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten wollen. Auf diesem Wege können Schüler vom Konsumieren zur kreativen Gestaltung geführt werden. Schließlich lernen sie eigene Ideen zu realisieren und auf der Schulhomepage zu veröffentlichen.
Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass durch Interaktion keine Personen verunglimpft oder aber rechtliche Aspekte missachtet werden. Ein Gästebuch sollte zum Beispiel Inhalte erst nach vorheriger Kontrolle anzeigen. Die Möglichkeit Fotos zu „verzerren“, sollte nur mit Einverständnis der Betroffenen gegeben werden.


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