Kinder für Internetnutzung sensibilisieren

Das Internet ist inzwischen in vielen Lebensbereichen ein zentraler Faktor. Entsprechend wäre es illusorisch zu glauben Kinder heute noch lange Zeit vor dem Internet schützen zu können. Der Fokus muss deshalb darauf gelegt werden, sie im Internet zu schützen. Der wichtigste Schlüssel hierzu ist eine Sensibilisierung von Kindern (durch Eltern oder Lehrer) für die Gefahren des Internets.
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Kinder für Internetnutzung sensibilisieren

Entsprechend wichtig ist es, die ersten Schritte innerhalb dieses Mediums gemeinsam mit den Kindern zu gehen und ihnen die Möglichkeiten mit viel Ruhe und Geduld aufzuzeigen. Dabei kann ein eigener, eingeschränkter PC-Account für das Kind angelegt werden. Im besten Fall geschieht dies gemeinsam mit dem Kind:

  • Nutzername – welchen „Nick“ möchte das Kind?
  • Passwort – Sensibilisierung, das dieses sicher und kompliziert sein muss
  • Gemeinsam den Browser auswählen und einrichten
  • Schutzsoftware erklären und gemeinsam installieren
  • „Golde Regeln“ zum Surfen und Spielen gemeinsam mit dem Kind besprechen, aufschreiben und gut sichtbar Platzieren


Sinnvolle Programme, nicht nur für Kinder als Nutzer, sind beispielsweise ein Tool für das Management von Passwörtern und natürlich klassische Antivirenprogramme. Bekannte Marken werden dabei öfter Tests unterzogen als Programme kostenlose Anbieter:
-    Netzsieger (Verbraucherportal) testete im Mai Passwort Manager
-    Chip.de (Magazin + Downloadplattform) listet Antivirenprogramme (letztes Update Januar 2018)

Von Anfang an sollte Kindern beigebracht werden, für unterschiedliche Anwendungen auch unterschiedliche Passwörter zu vergeben. Außerdem ist es hilfreich das Heranführen nicht mit Verboten einzuschränken. Besser ist das gemeinsame Erkunden kindgerechter Angebote, wie die Heranführung an Chats oder die Benutzung von Webseiten.



Die Kontrolle erst nach und nach lockern

Natürlich muss das Kind spüren, dass ihm zugetraut wird, sich alleine im Netz zurecht zu finden. Schon deshalb ist ein eigener Account mit eigenem Passwort eine wichtige Sache. Trotzdem sollte das Surfen im Internet zunächst nur im Beisein von Erwachsenen erfolgen. Demzufolge sollten Smartphone oder Tablet nicht mit ins eigene Zimmer genommen, sondern im Wohnzimmer benutzt werden. Genau wie beim Fernsehen ist außerdem wichtig, von Anfang an einen klaren zeitlichen Rahmen für die Nutzung des Internets abzustecken und diesen dann auch einzuhalten. Wesentlich ist vor allem, die Art der Nutzung klar zu regeln. Wenn etwa persönliche Daten eingegeben werden sollen, sollte immer eine Rücksprache mit einem Erwachsenen erfolgen. Gleiches gilt, wenn jemand Unbekanntes über das Internet Kontakt zum Kind aufnimmt.

 

Warum Sensibilisierung wichtig ist

Schon für Erwachsene stellt die Nutzung des Internets immer auch ein Risiko dar. Für persönliche Daten, die im Netz hinterlegt sind, besteht das Risiko gehackt und missbraucht zu werden. Gleiches gilt für Bilder die auf Social Media Plattformen gestellt wurden. Für Kinder ist die Komplexität des Internets noch weit weniger erfassbar. Statista zeigte allerdings auf, dass Bilder und Daten mittlerweile etwas weniger häufig veröffentlicht werden. Aus den Daten der Erhebung wird leider nicht deutlich, ob Social Media Netzwerke mit einbezogen wurden.

Für die Nutzung des Internets muss klar werden, dass ein achtsamer Umgang besonders wichtig ist. Es geht dementsprechend um die möglichst frühe Vermittlung von Vorsicht und Skepsis bei noch nicht näher bekannten Inhalten.

 

Stichwort Kinderbilder

Es ist weiterhin stark verbreitet, Bilder der eigenen Kinder mit anderen – Fremden! –  im Netz zu teilen; dies geschieht mittlerweile auch auf mehr oder weniger anonymen Social Media Plattformen. Bei kleineren Kindern sollte dies in jedem Fall unterlassen werden.
Eine mögliche Ausnahme: Private Accounts, die speziell für Familie & Freunde freigegen werden

Mit älteren Kindern kann schon darüber gesprochen werden, ob es ihnen recht ist, dass auch Fotos mit ihnen aus dem Urlaub bei Instagram oder Facebook eingestellt werden. Auf diese Weise fühlen sie sich einerseits in ihren Rechten und als Persönlichkeit ernst genommen und sie lernen andererseits den Umgang mit ihrem Recht am eigenen Bild. Rechtliche Hinweise zu dem Thema hier: https://ggr-law.com/social-media-recht/faq/kinderbilder-internet-facebook-einwilligung-wer-darf-kinderfotos-veroeffentlichen-verbreiten/

Liste einiger spezieller Domains für Kinder: