Den Schulcomputer vor Viren, Würmern und Dialern schützen - Teil 1

Bei der Erstellung einer Schulhomepage müssen Sie die hierzu verwendeten Computer vor Schädlingen aus dem Internet schützen. Mit Hilfe von (meistens) kostenlosen Programmen und Anleitungen können Sie umfangreiche Schutzmaßnahmen einrichten.
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Einen 100-prozentigen Schutz vor Schädlingen werden Sie nie erreichen. Sie können jedoch die Gefahr mit folgenden kostenlosen Programmen und Anleitungen auf ein Minimum reduzieren:

Virenscanner oder Festplattenschutz

Virenscanner sind auch für Schulen grundsätzlich kostenpflichtig. Es sei denn es gibt von einem Hersteller eine besondere Lizenz die den kostenlosen Einsatz erlaubt. Die meisten Hersteller bieten eine stark preislich reduzierte Schullizenz an. Ein empfehlenswerter Hersteller ist GDATA, der eine Lizenz seine Software Antivirenkit für eine Schule für 300€/Jahr vergibt. Eine solche Schullizenz erhalten Sie beispielsweise bei www.cotec.de.

Sie sollten einen Virenscanner mindestens einmal pro Woche, besser jedoch mehrmals täglich aktualisieren. Das GDATA Antivirenkit hat dafür eine Automatik eingebaut. Grund für die möglichst häufigen Aktualisierungen sind die täglich neu erscheinenden Viren, gegen die das Antivirenkit dann neuen Schutz anbietet. Diesen Schutz erhalten Sie dann erst mit einem Update des Programms.

Wenn Sie kein Geld für einen Virenscanner ausgeben wollen oder können, können Sie Ihren Windwows XP-Computer auch mit einer Software in den "Kiosk-Modus" versetzen. Wenn ein Schüler nun mit dem Computer arbeitet, wird nach einem Neustart automatisch alles wieder so hergestellt, wie es vor der Benutzung durch den Schüler war. Dadurch werden auch eventuelle Viren wieder gelöscht.

Bitte bedenken Sie jedoch, dass weder ein Virenscanner noch der "Kiosk-Modus" eine 100-prozentigen Schutz bieten, sondern nur den Schutz verbessern können.

Die Firewall "zonealarm"

Grundsätzlich stehen in Ihrem Computer mehrere Tore (ports) offen, über die Schädlinge in Ihren Computer eindringen können. Mit der kostenlosen Firewall Zonealarm können Sie diese Tore bequem schließen.

1. Laden Sie die deutsche Version von zonealarm von www.zonelabs.de/ herunter und starten Sie die Installationsroutine mit einem Doppelklick.

2. Werden des Setups werden Sie gefragt, ob Sie "zonealarm Pro" oder "zone-alarm" verwenden möchten. Wählen Sie hier unbedingt "zonealarm", da die "Pro"-Version nur 14 Tage kostenlos ist, danach müssten Sie eine Lizenz erwerben.

3. Bei der Installation erhalten Sie bereits eine sehr hilfreiche Einführung in die Funktion von Zomealarm. Deshalb hier nur die wichtigsten Aspekte in Kürze:

Zonealarm schließt zunächst alle "Tore" die aus Ihrem Computer hinaus und in ihn hineingehen. Daher müssen sie nun einigen Programmen, wie z.B. dem Internet Explorer, Ihrem Email-Programm oder Ihrem Interneteinwahlprogramm den Zugang ins Internet erlauben. Dafür gehen Sie zum Menüpunkt "Programmeinstellungen". Klicken Sie dort rechts unten auf "Hinzufügen". Nun können Sie ein Programm auswählen, dem Sie den Zugang ins Internet erlauben möchten.

Noch einfacher geht es, indem Sie mit einem Programm versuchen ins Internet zu gehen. Zonealarm fragt Sie nun, ob es den Zugang erlauben soll. Wenn Sie nun "ja" anklicken und zusätzlich die Option "Diese Einstellung speichern" aktivieren, kann dieses Programm ab jetzt immer auf das Internet zugreifen.

4. Eine weitere deutsche Anleitung zu zonealarm finden Sie unter www.trojaner-info.de/trojanerfaq.shtml.

Schutz vor Dialern

Wenn Sie sich ins Internet einwählen, besteht immer die Gefahr, dass sich auf Ihrem Computer ein Dialer installiert. Dieser kann sehr hohe Telefonkosten verursachen. Sollten Sie nur eine DSL-Verbindung ins Internet haben (also ohne ein zusätzliches ISDN-Kabel!) kann Ihnen kein Dialer etwas anhaben: Ein Dialer versucht die Internetverbindung auf eine andere Rufnummer umzuleiten. Da DSL jedoch eine "feste Rufnummer" verwendet, kann der Dialer diese nicht umleiten.

Sollten Sie mit einem Modem oder mit ISDN surfen, haben Sie folgende Möglichkeiten sich zu schützen:

  1. Lassen Sie alle 0190/0900 Nummer von der Telekom sperren. Dies ist insbesondere für Schulen sinnvoll.
  2. Installieren Sie das Dialer-Schutzprogramm 0190-Warner, das Sie in den allermeisten Fällen warnt, sobald ein Dialer versucht eine teure Rufnummer anzuwählen.
  3. Geben Sie niemals auf einer Internetseite ohne Überlegungen "OK" ein. Hierbei handelt es sich sehr wahrscheinlich um die Einverständniserklärung für einen Dialer.

Sollte Sie doch einmal eine Rechnung von einem Dialer erhalten, rufen Sie bei der Telekom an und lassen Sie feststellen, ob der Dialer registriert ist - wenn nicht, müssen Sie auch nicht zahlen.

Popupschutz mit der Google-Toolbar

Popups (plötzlich aufklappende Fenster) sind nicht nur nervig, sondern manchmal gefährlich, da sich mit Popups auch Viren und Dialer einschleusen können.

Abhilfe schafft sehr erfolgreich die Google-Toolbar. Standardmäßig werden nach der Installation alle Popups blockiert. Sollten Sie bei einer Internetseite doch einmal ein Popup haben wollen, klicken Sie einfach auf "blockiert". Dann werden nur für diese Internetseite Popups erlaubt.

Angenehmer Nebeneffekt ist ein Suchfeld mit dem Sie immer die Google-Suche starten können auch wenn Sie gerade auf einer anderen Interntseite als google.de surfen.

Browser durch Einstellungen sicherer machen

Auf www.heisec.de finden Sie links unten im Bereich "Dienste" einen "Browsercheck". Dort finden Sie eine detaillierte Anleitung wie Sie Ihren Browser sicherer einstellen können. Bedenken sollten Sie hierbei jedoch, dass jede Veränderung der Einstellungen auch funktionen deaktivieren kann, die Sie benötigen.

Browser auf dem neuesten Stand halten

Achten Sie darauf, das Ihr Browser und Ihr Betriebssystem auf dem neuesten Stand sind. Sollten Sie Microsoft-Produkte verwenden, können Sie über www.windowsupdate.com sehr komfortabel überprüfen lassen, ob Sicherheits-Updates vorliegen und diese ggf. sehr leicht installieren. Aber Vorsicht! Es ist bis heute nicht geklärt welche Informationen Microsoft von Ihrem Computer holt.

Wenn Sie keine Lust auf Microsoft-Spionage haben, können Sie auch von www.winhelpline.de alle Sicherheits-Updates herunterladen und selbst installieren.


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