Der Einsatz von iPads im Unterricht ist für die meisten Wissenschaftler und Lehrer im Jahr 2026 sinnvoll. Jedoch sollten iPads erst ab der 7. Klasse als vollständiger Ersatz für Bücher und Hefte aus Papier als iPad-Klasse genutzt werden. In den Klassen 3 bis 6 ist der Einsatz von iPads nur für einzelne Unterrichtsprojekte sinnvoll.

Ich bin Lehrer und arbeite seit mehreren Jahren mit iPads im Unterricht. Dieser Artikel basiert daher einerseits auf meinen persönlichen Erfahrungen, aber auch auf den Erfahrungen vieler anderer Lehrer, mit denen ich mich austausche. Zum anderen stelle ich die Ergebnisse einiger aktueller wissen­schaftlicher Studien sowie Vor- und Nachteile von iPads im Unterricht vor. Ein Überblick.

Dieser Artikel richtet sich an Lehrkräfte, Eltern und Schüler, die sich über den sinnvollen Einsatz von iPads im Unterricht informieren möchten.

iPads sind im Unterricht als vollständiger Ersatz für Papier frühestens ab der 7. Klasse sinnvoll
iPads sind im Unterricht als vollständiger Ersatz für Papier frühestens ab der 7. Klasse sinnvoll, Bild: Apple

iPad im Unterricht: Vor- und Nachteile, Herausforderungen

Ein iPad ist im Unterricht sehr sinnvoll - vorausgesetzt, es wird richtig eingesetzt. Mit einem iPad können Schüler im Unterricht Informationen im Internet recherchieren, Präsentationen, Videos und Fotos erstellen, per AirDrop Dateien teilen sowie mit dem Apple Pencil Notizen und Zeichnungen anfertigen. Zudem hat das Apple-Tablet eine zuverlässige Hardware, die sicher im Schulnetzwerk funktioniert und es fördert die digitale Selbstorganisation von Schülern.

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Hier ist eine ausführliche Liste mit pro und contra Argumenten sowie Herausforderungen von Apple iPads in der Schule:

Vorteile von iPads in der Schule

Lernentwicklung der Schüler

  • Medienkompetenz: Der Einsatz von iPads bereitet Schüler auf die notwendigen digitalen Kenntnisse in Ausbildung, Studium und Beruf vor
  • Selbstorganisation: unterstützt die digitale Selbstorganisation von Schülern
  • intuitive Bedienung: die Bedienung ist intuitiv und auch für Anfänger kinderleicht
  • Internetrecherche: Mit einem iPad können Schüler im Internet recherchieren und erhalten damit oft aktuellere und umfassendere Informationen als das Schulbuch bietet.
  • Kreativität: Mit einem iPad können Schüler Präsentationen, Videos und Fotos erstellen sowie mit dem Apple Pencil Notizen und Zeichnungen anfertigen.
  • Interaktive Lernumgebung und Motivation: Der Einsatz von iPads kann den Unterricht ansprechender und interaktiver gestalten, was Schüler zum Lernen motiviert

Lernen im Team

  • Dateien teilen: Inhalte können in Sekunden zuverlässig per AirDrop geteilt werden.
  • Präsentation: in Kombination mit einem Apple TV und einem Beamer können Ergebnisse sehr einfach präsentiert werden.
  • Multimedia: in Schulbuch-Apps können Schüler Videos und Audios eigenständig ansehen und anhören; Lehrer können diese im Unterricht abspielen.

Erleichterung im Schulalltag

  • Zuverlässigkeit: iPads sind sehr zuverlässig, es gibt kaum Systemabstürze, sie halten über viele Jahre und werden auch nach 7 Jahren noch mit Updates versorgt.
  • Ordnung: Das iPad sorgt für Ordnung bei den Unterrichtsaufzeichnungen der Schüler: Notizen können kopiert und beliebig sortiert und gespeichert werden.
  • Kein Bücherschleppen mehr für Schüler: alle Schulbücher sind auf dem iPad.
  • Immer das Heft dabei: Da alle Schulhefte im iPad sind, fehlt viel seltener Unterrichts­material.
  • Weniger Stress: Der morgendliche Stress für Schüler alle Materialien einzupacken entfällt.

Weitere Vorteile

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Nachteile von iPads in der Schule

  • Ablenkung vom Unterricht: Ohne Sperrung der gerade nicht benötigten Apps durch zum Beispiel die App "Classroom" sind Schüler häufig abgelenkt und nutzen das iPad für andere Dinge als den Unterrichts­inhalt
  • Beeinträchtigte Konzentration: Ablenkungen durch das iPad können die Konzentration der Schüler beeinträchtigen und den Lernprozess stören.
  • Verschlechterung der Handschrift: Aufgrund der rutschigen Oberfläche des iPads verschlechtert sich oft die Handschrift im Vergleich zum Schreiben auf Papier
  • Langsames Schreiben: Das Schreiben auf dem iPad ist langsamer als mit Stift und Papier
  • Schlechtere Lernleistung: Stift und Papier eignen sich besser zum Auswendig­lernen als ein Tablet: Die Gedächtnis­leistung steigert sich mit Stift und Papier um 25 Prozent.
  • Gesundheitliche Risiken: Eine erhöhte Bildschirmzeit kann sich negativ auf Augen und Körperhaltung auswirken.
  • Kosten: Eltern müssen die Anschaffungskosten selbst tragen, was eine finanzielle Hürde darstellen kann und zu sozialer Ungleichheit führen kann, wenn nicht alle Schüler ein Gerät besitzen.

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Herausforderungen für die Schule

  • Pädagogisches Konzept notwendig: Der reine Einsatz von Technologie ist noch keine Garantie für besseren Unterricht. Es bedarf eines pädagogisch sinnvollen Konzepts.
  • Nutzungsordnung: Schulen sollten klare Verhaltensregeln für die Nutzung von iPads aufstellen.
  • Verwaltung: iPads müssen oft in das schulische Administrationssystem eingebunden werden, was zeitaufwendig und manchmal schwierig ist.
  • Schulinterne Infrastruktur: Schulen müssen eine schulinterne Infrastruktur bereitstellen, die den Einsatz von iPads ermöglicht. Essentiell ist hierbei ein stabiles WLAN in das alle iPads eingebunden werden.
  • Wartung: Es werden IT-Fachleute benötigt, die die schulische Infrastruktur nicht nur einrichten, sondern auch warten und Fehler schnell beheben.
  • Schulung: Lehrkräfte müssen geschult werden, um iPads effektiv in den Unterricht zu integrieren, zum Beispiel mit Apps wie Apple Classroom.

Insgesamt überwiegen die Vorteile eines iPads in der Schule. Apple iPads sind für Schüler sinnvoll und haben in der Schule einen hohen Nutzen. Es stellen sich jedoch folgende Fragen:

 

 

Was ist eine iPad-Klasse (Tablet-Klasse)?

Merkmale einer iPad-Klasse (auch Tablet-Klasse genannt):

  • iPad als digitales Werkzeug: Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte setzen ihr eigenes iPad als digitales Werkzeug im Unterricht und dessen Vor- und Nachbereitung ein.
  • Kein Papier mehr: Bücher, Heft und Arbeitsblätter aus Papier gibt es nicht mehr.
  • Alle nutzen ein iPad: Alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Klasse nutzen ein iPad.
  • Vernetzung: Die iPads aller Teilnehmer sind miteinander vernetzt. So ist ein einfacher Austausch von Dateien und Informationen möglich.

Ab wann sollten iPads Bücher und Hefte aus Papier vollständig ersetzen?

im Jahr 2026 sind sich die meisten Lehrer und Wissenschaftler einig, dass:

  • Schüler in der Schule den kompetenten Umgang mit iPads und anderen digitalen Medien lernen müssen, weil sie ihn spätestens in der Berufs­ausbildung, im Studium und später im Beruf brauchen.
  • iPads zumindest für bestimmte Unterrichts­vorhaben sinnvoll eingesetzt werden können.

Die Frage ist jedoch, ab wann ein vollständiger Ersatz von Papier­büchern und -heften durch iPads (also eine iPad-Klasse) sinnvoll ist und wie iPads sinnvoll für einzelne Phasen im Schul­unterricht genutzt werden können.

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Studie: iPads als vollständiger Papierersatz erst ab Klasse 7 sinnvoll

In Schweden wurden iPads in den Grundschulen jahrelang als vollständiger Ersatz für Papierbücher und -hefte in allen Fächern eingesetzt. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse seit 2023 belegen, dass iPads in der Grundschule keinesfalls als vollständiger Ersatz für Papier eingesetzt werden sollten und auch in der 5. und 6. Klasse noch nicht durchgehend sinnvoll sind. Die Hauptgründe dafür sind:

  • "Digitale Werkzeuge enthalten viele Ablenkungen, die die Konzentration und das Arbeits­gedächtnis behindern, was wiederum das Lernen beein­trächtigt."
  • "Multitasking führt zu schlechterem Lernen, weil unser Gehirn nur begrenzt in der Lage ist, relevante Informationen im Arbeits­gedächtnis zu speichern."
  • "Das Lesen und Schreiben auf einem Bildschirm hat negative Auswirkungen auf das Lese­verständnis. Es ist schwieriger, sich an Informationen zu erinnern, die auf einem Bildschirm gelesen oder geschrieben wurden, als die in einem Buch gelesenen Informationen."

All dies belegt die Studie des Karolinska Instituts in Stockholm (2023), die dazu geführt hat, dass in Schweden seit 2023 vor allem Grundschüler, aber auch viele ältere Schüler wieder vorrangig mit Papierbüchern unterrichtet werden. Weitere Informationen: Schwedens Bildungspolitik. "Wir haben zu viel digital gemacht" (Tagesschau, 17.12.2023). In dem Artikel wird u.a. die Erkenntnis geäußert, dass die ständige Nutzung von iPads und Computern zu einer Verringerung der Lese­geschwindigkeit geführt hat und der Wortschatz und das Lese­verständnis der Schüler insgesamt abgenommen haben.

Die Forderung, iPads in der Schule verstärkt erst ab der 7. Klasse einzusetzen, teilen auch viele Pädagogen und Wissenschaftler in Deutschland. Dies wird in dem Artikel Wissenschaftler fordern Moratorium der Digitalisierung in KITAs und Schulen (Die pädagogische Wende, 17.11.2023) deutlich. In dem Aufsatz warnen sie vor negativen Auswirkungen von Bildschirmmedien auf das Lernen, die mentale Gesundheit und die Sprachentwicklung von Kindern. Im Sinne der Fürsorge­pflicht öffentlicher Schulen und Kitas fordern sie daher die Digitalisierung insbesondere in der frühkindlichen Bildung bis zum Ende der Unterstufe (Klasse 6) auszusetzen.

Einen guten Überblick über den Einsatz von Tablets in Schulen und den aktuellen Stand der Diskussion bietet der Beitrag Was Tablets und Computer in Schulen bringen (Deutschland­funk­kultur, 03.02.2024).

Motorische Gründe gegen iPads in der Grundschule

Ein iPad ist in der Grundschule auch aus motorischen Gründen noch nicht sinnvoll. Die Schüler müssen zuerst die Feinmotorik zum Malen und Schreiben entwickeln. Eine Studie zum Lesen und Schreiben Lernen hat gezeigt, dass die rutschige Oberfläche eines Tablets den Kindern zu viel Aufmerksamkeit abverlangt. Dadurch verlangsamt sich das Schreiben Lernen. Daher sind Stift und Papier für das Schreiben Lernen besser geeignet als iPads. Ein Tablet für Kinder ist daher zwar zeitweise für einzelne Projekte gut geeignet. Der ausschließliche Einsatz von iPads als iPad-Klasse ist jedoch frühestens ab Klasse 7 sinnvoll.

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Punktueller iPad-Einsatz bereits in der 3. - 6. Klasse

Schüler der 3.-6. Klassen können iPads sinnvoll für einzelne Unterrichtsprojekte einsetzen
Schüler der 3.-6. Klassen können iPads sinnvoll für einzelne Unterrichtsprojekte einsetzen, Bild: Apple

Eine Studie von Prof. Dr. Alexander Tillmann zum Lernen mit Tablets in den Klassen 3 bis 6 zeigt, dass Tablets bereits ab der 3. Klasse punktuell sinnvoll sein können. Allerdings sollten sie nur für bestimmte Unterrichts­vorhaben und dann richtig eingesetzt werden. Dann können Tablets nicht nur das Lernen verbessern, sondern auch die digitalen Kompetenzen aller Kinder und Jugendlichen fördern.

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iPads als vollständiger Papierersatz erst ab der 9. Klasse?

Aufgrund ihrer praktischen Erfahrungen mit iPads in Schulen empfehlen einige Lehrer sogar, iPad-Klassen (iPads als vollständiger Ersatz für Papierbücher und -hefte) erst ab der 9. Klasse einzusetzen. Die Hauptgründe dafür sind:

  • Die Lesekompetenz ist erst in der 9. Klasse voll entwickelt, so dass das Lesen und Schreiben auf iPads die Entwicklung der Lesekompetenz nicht mehr verzögert.
  • Die Pubertät ist bei den meisten Schülern weitgehend abgeschlossen, so dass die Schüler durch die iPads deutlich weniger abgelenkt werden und mit den Geräten zielgerichteter lernen können.
  • In Klasse 9 sind die Schüler kognitiv deutlich besser in der Lage, die Vorteile der iPads sinnvoll zu nutzen.
  • Die älteren Schüler nutzen das iPad erfahrungsgemäß sinnvoll für ihre Aufzeichnungen und Unterrichts­organisation.
  • Das iPad ist ab Klasse 9 eine gelungene Vorbereitung auf den Einsatz im Arbeitsalltag und im Studium.
  • iPads haben eine Lebensdauer von etwa 5 Jahren. Ein Schüler benötigt also in seiner Schullaufbahn (Klasse 9 bis maximal Klasse 13) nur ein Gerät. Das ist nicht nur deutlich günstiger, sondern auch viel umweltfreundlicher.
  • Textgenerierende KI-Programme, wie beispielsweise ChatGPT, sind heute in der Lage den in einem Foto hochgeladenen Text und zugehörige Aufgaben zu erkennen, zu verarbeiten und daraus sinnvolle Antworten zu erstellen. Ein Schüler muss diese getippten Antworten dann nur noch in seinen Text auf dem iPad kopieren.

    Seit iPadOS 18 kann jedes iPad jeden getippten Text mit der Funktion „In Handschrift konvertieren in die eigene Handschrift des Schülers umwandeln. Es ist dann kaum noch zu erkennen, ob der Schüler den Text handschriftlich selbst mit dem Apple Pencil geschrieben hat oder ob er einen getippten Text in seine Handschrift umgewandelt hat.

    Zumindest bis zur 9. Klasse sollten Schüler gezwungen sein, Lösungen zu Aufgaben mit der eigenen Hand aufzuschreiben. Sicher geht dies jedoch nur mit dem Schreiben auf Papier.

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Sinnvoller Einsatz von iPads im Unterricht

Verschiedene Möglichkeiten Apple iPads sinnvoll im Unterricht einzusetzen.

Studienergebnisse für alle Fächer

Die Studie von Prof. Dr. Tillmann zeigt: Der Lerneffekt und die Motivation der Schüler sind besonders hoch, wenn iPads einzelne Phasen im Unterricht unterstützen und der produktive Einsatz der Tablets gefördert wird.

Beispiele für sinnvollen Einsatz von iPads im Unterricht sind:

  • Im Deutsch­unterricht eine Szene aus einem Theaterstück nachspielen, mit dem Tablet filmen und in der Klasse zeigen.
  • Gedichte im Podcast-Format: Einen Vortrag mehrmals aufnehmen und so lange verbessern, bis er gut ist.
  • Erklärvideos erstellen und vorführen
  • Ein interaktives Buch erstellen und präsentieren

Allgemeine Recherche­aufgaben (Beispiel: "Recherchiert mal im Internet zum Thema Französische Revolution") sollten vermieden werden. Der Lerneffekt ist viel höher, wenn der Lehrer den Schülern Internet­quellen vorgibt und die Schüler diese mit dem iPad auswerten und das Ergebnis anschließend der Klasse präsentieren.

Die Präsentation von Arbeits­ergebnissen über Beamer oder Smartboard verbessert das Lernen erheblich, da so die Aufmerksamkeit der Schüler viel besser fokussiert werden kann.

Vorteile von iPads sieht Prof. Tillmann auch in der digitalen Selbstorganisation. Wenn alle Lerninhalte digital sortiert zur Verfügung stehen, haben die Schüler die Möglichkeit, zu Hause in ihrem eigenen Tempo zu lernen. Ebenso entfällt die Gefahr, dass wichtige Inhalte auf Zetteln verloren gehen.

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Eine Studie des Instituts für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund (IFS) aus dem Jahr 2025 zeigt, dass Grundschüler einen größeren Zuwachs ihres Wortschatzes verzeichneten (13 statt 8 Wörter nur mit Papier), wenn sie zusätzlich zum Lernen mit Stift und Papier 15 Wochen lang zweimal 45 Minuten pro Woche mit dem iPad ihren Wortschatz erweiterten. IFS-Direktorin Prof. Dr. Nele McElvany betont, dass das iPad nur ergänzend und pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden sollte, da nur so ein sinnvolles Lernen möglich ist. Beispielsweise sei das Lernen mit dem iPad zur individuellen Förderung sehr gut geeignet.

Gute Bildungs-Apps für den Unterricht

Hier stelle ich Ihnen einige gute Bildungs-Apps für den Unterricht vor.

Classroom-App

Mit der Classroom-App können Schülern im Klassenraum Rechte zugewiesen werden
Mit der Classroom-App können Schülern im Klassenraum Rechte zugewiesen werden, Bild: Apple

Die Classroom-App hilft Lehrkräften, iPad-Klassen zu verwalten, indem sie steuern können, welche Apps die Schüler während des Unterrichts nutzen dürfen.

ANTON App

Die ANTON Lern-App ist eine hervorragende, kostenlose, von der Europäischen Union geförderte und werbefreie Lern-App für alle Schulfächer
Die ANTON Lern-App ist eine hervorragende, kostenlose, von der Europäischen Union geförderte und werbefreie Lern-App für alle Schulfächer

ANTON ist eine hervorragende, kostenlose, von der Europäischen Union geförderte und werbefreie Lern-App für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Biologie, Musik, Sachunterricht und viele weitere Fächer.

Weitere gute Bildungs-Apps:

Mathematische Kompetenzen verbessern

Mit Math Notes können Schüler mit dem Apple Pencil Graphen, Formeln und Gleichungen schreiben und automatisch ausrechnen lassen
Mit Math Notes können Schüler mit dem Apple Pencil Graphen, Formeln und Gleichungen schreiben und automatisch ausrechnen lassen, Bild: Apple

Die Förderung mathematischer Kompetenzen ist ein zentraler Aspekt des Unterrichts. iPads im Schul­unterricht können dazu beitragen, die mathematischen Fähigkeiten der Schüler zu verbessern. Mit Apps wie Mathway oder der integrierten Calculator App „Math Notes“ können Schüler auf eine Vielzahl von mathematischen Lerninhalten zugreifen und diese an ihre Bedürfnisse anpassen. Diese Apps bieten interaktive Übungen und Erklärungen, die das Verständnis mathematischer Konzepte erleichtern.

Geometrische Figuren mit GeoGebra

Mit der kostenlosen App GeoGebra können Schüler geometrische Figuren zeichnen
Mit der kostenlosen App GeoGebra können Schüler geometrische Figuren zeichnen

Darüber hinaus können iPads auch im Unterricht eingesetzt werden, um mathematische Probleme interaktiv zu lösen und zu visualisieren. Mit der kostenlosen App GeoGebra können Schüler geometrische Figuren zeichnen und mathematische Zusammenhänge besser verstehen. So wird das Lernen nicht nur effektiver, sondern auch spannender und motivierender.

Physikalische und chemische Konzepte

Mit PhET Simulationen können Schüler physikalische und chemische Simulationen im Unterricht durchführen
Mit PhET Simulationen können Schüler physikalische und chemische Simulationen im Unterricht durchführen

Das iPad bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, physikalische und chemische Konzepte im Unterricht zu veranschaulichen. Mit Apps wie "PhET Simulationen" (0,99 Euro) können Schüler interaktive digitale Simulationen durchführen, um komplexe Konzepte wie Elektrizität, Magnetismus und chemische Reaktionen zu verstehen. Diese Apps ermöglichen es den Schülern, Experimente virtuell durchzuführen und die Ergebnisse in Echtzeit zu beobachten.

Lehrer können diese Simulationen nutzen, um abstrakte Theorien greifbarer zu machen und den Unterricht interaktiver zu gestalten. Darüber hinaus können die Ergebnisse der Experimente direkt auf dem iPad dokumentiert und analysiert werden, was den Lernprozess zusätzlich unterstützt.

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Musik- und Videoproduktion mit Hilfe des iPads

Die Musik- und Videoproduktion mit Hilfe des iPads ist ein weiteres Beispiel für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von iPads im Unterricht. Schüler können mit dem iPad Musik- und Videoproduktionen erstellen, indem sie Apps wie GarageBand oder iMovie nutzen. Diese Apps bieten eine Vielzahl von Funktionen und Werkzeugen, die es den Schülern ermöglichen, ihre kreativen Fähigkeiten auszudrücken und ihre Musik- und Videoproduktionen zu erstellen.

Die App GarageBand verwandelt das iPad in ein vollwertiges Tonstudio, in dem Schüler eigene Musikstücke komponieren und aufnehmen können. Mit der App iMovie können sie ihre eigenen Filme schneiden und bearbeiten, was nicht nur technische Fähigkeiten fördert, sondern auch das kreative Denken anregt.

iPad-Konzept für sinnvollen Einsatz im Unterricht

Der Einsatz von iPads ist in der Schule nur sinnvoll, wenn es dafür ein klares und speziell für die Schule entwickeltes Konzept für iPad-Klassen gibt.

Mit einem iPad-Konzept kann beispielsweise dies zur sinnvollen Nutzung geregelt werden:

  • iPad-Klassen: Gibt es ab der Jahrgangs­stufe 7 bis zur Q2 (13. Klasse)
  • Teilnahme freiwillig oder verpflichtend: Ist die Teilnahme an der iPad-Klasse freiwillig oder verpflichtend? Hier ist ein Beschluss der Schulkonferenz notwendig.
  • Anschaffung und Verwaltung: Die iPads werden von den Eltern finanziert und von einem Apple Authorised Education Specialist wie der "Gesellschaft für digitale Bildung" oder "thinkRed" eingerichtet. Der Apple Authorised Education Specialist kann die iPads in einen speziellen "Schul-Modus" versetzen. Hierfür wird das iPad dem Apple DEP (Apple Device Enrollment Program) zugewiesen. Mit diesem und zusätzlich der Software JAMF School für Unterrichts­management werden die iPads im Schulnetzwerk angemeldet und automatisch einer Klasse zugeordnet. Dieser Modus verhindert auch, dass Schüler ihr Schul-iPad zurücksetzen und unbemerkt unerwünschte Dinge machen können.
  • Leihgerät: Wie werden Eltern unterstützt, die sich ein iPad für ihr Kind nicht leisten können? Manchmal finanziert der Schulträger dann ein iPad oder die Schule stellt ein Leihgerät zur Verfügung
  • Integration in das Schulnetzwerk: Eltern können das iPad für ihr Kind entweder direkt bei einem beliebigen Apple Authorised Education Specialist erwerben. Oder sie kaufen das iPad z.B. bei Amazon und lassen es dann von einem beliebigen Education Specialist in das Schulnetzwerk integrieren. Aber auch eine Lehrkraft oder ein IT-Fachmann an der Schule kann die Einbindung von iPads in das Schulnetzwerk durchführen.
  • Zugriff auf das iPad im Unterricht: Mit Hilfe der App "Classroom" können Lehrkräfte den Zugriff auf das iPad im Unterricht regulieren und steuern. Der Apple Education Partner bietet darüber hinaus eine optionale Versicherung für das iPad sowie einen technischen Support an. Außerdem unterstützt der Partner die Schulen bei der Einrichtung und Adminis­tration der Geräte und reduziert den Verwaltungs­aufwand für Lehrer.
  • Kosten: Wie hoch sind die monatlichen Kosten für das Apple iPad, wenn es über einen Apple Authorised Education Specialist mit Apple Bildungsrabatt gekauft, versichert und supportet wird?
  • Apple Pencil und Schutzhülle: Ein digitaler iPad-Stift (am besten der Apple Pencil Pro) und eine Schutzhülle müssen zusätzlich erworben werden.
  • Klassenarbeiten: Klassenarbeiten werden wie bisher in normalen Schulheften und nicht auf dem iPad geschrieben.
  • Dienst-iPads: Erhalten Lehrkräfte Dienst-iPads? Wenn ja, wer zahlt diese? Was passiert, wenn das iPad eines Lehrers kaputt geht? Vorteil eines Dienst-iPads ist u.a., dass auf diesem auch die "Verarbeitung personenbezogener Daten auf den zentral verwalteten dienstlichen Geräten" erlaubt ist . Ausführliche Informationen zu diesen Fragen bietet das Schulministerium NRW: Fragen und Antworten zu dienstlichen Endgeräten für Lehrkräfte.

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Hier finden Sie ein ausführliches Konzept für iPad-Klassen mit FAQ-Liste.

Technische Voraussetzungen für einen sinnvollen iPad-Einsatz

Mit der Classroom-App können Schülern im Klassenraum Rechte zugewiesen werden
Mit der Classroom-App können Schülern im Klassenraum Rechte zugewiesen werden, Bild: Apple

Für einen sinnvollen Einsatz des iPads im Unterricht gibt es diese technische Voraussetzungen:

  1. Funktionierendes WLAN: Voraussetzung für einen guten Einsatz der iPads ist ein funktionierendes WLAN und eine funktionierende Vernetzung der Schüler und Lehrer untereinander, da sonst technische Mängel schnell frustrieren. Ein funktionierendes WLAN und eine gute Vernetzung sind unerlässlich, um digitale Werkzeuge effektiv im Unterricht einzusetzen.
  2. IT-Administratoren: Damit WLAN und iPads immer funktionieren, sind Administratoren notwendig, die professionell für die Einrichtung und den Betrieb aller Geräte und des Netzwerks geschult sind. Besonders wichtig ist es, den Administratoren ausreichend Zeit zur Verfügung zu stellen, da diese Arbeit sehr zeitintensiv ist. Für eine Schule mit 500 iPads sind 2-3 Stunden für Einrichtung und Wartung (wie es leider oft der Fall ist) keinesfalls ausreichend. Realistisch sind eher 10-15 Stunden pro Woche.
  3. Möglichkeiten der Schüler auf dem iPad einsehen und einschränken: Die Möglichkeit, z.B. mit Hilfe der App Classroom oder der App Teacher als Lehrer genau zu sehen, was die Schüler gerade auf ihrem iPad machen. Ebenso die Möglichkeit, Apps und Funktionen auf den iPads der Schüler einzuschränken. Es ist sehr hilfreich, wenn die Schüler zum Beispiel nur das Englischbuch und Goodnotes nutzen können.
  4. iPad-Wagen: Jede Schule benötigt mindestens einen "iPad-Wagen" mit je 30 iPads für eine Klasse, die sofort einsatzbereit sind. Mit diesen Schul-iPads können Lehrer in den Klassen, in denen Schüler noch kein eigenes iPad haben, Unterrichts­einheiten sinnvoller gestalten.

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Fazit: iPads im Unterricht

Ohne jeden Zweifel sind iPads ein großartiges Hilfsmittel beim Lernen und der digitalen Selbst­organisation. Daher sollten Schüler unbedingt den kompetenten Umgang mit digitalen Endgeräten wie Apple iPads lernen und in der Lage sein ihre Vorteile sinnvoll zu nutzen. Die aktuellen Studien zeigen, dass vor der 7. Klasse der Einsatz von iPads als vollständiger Ersatz von Papier nicht sinnvoll ist. Sinnvoll ist es aber, iPads kurzzeitig für einzelne Unterrichts­projekte zu nutzen. Der Schwerpunkt des Lernens muss dabei aber bis zur 6. Klasse auf jeden Fall überwiegend auf der Nutzung von analogem Stift und Papier bleiben.

Die Frage bleibt, ob eine vollständige Umstellung auf papierloses Arbeiten im Unterricht bereits in der 7. Klasse oder erst in der 9. Klasse erfolgen sollte. Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen empfehle ich einen verstärkten Einsatz von iPads im Unterricht ab Klasse 7 - wenn sie sinnvoll genutzt werden können. Eine vollständige Umstellung auf iPads ohne Papierbücher und -heft halte ich jedoch erst ab der Klasse 9 für sinnvoll. Davor sind Schüler einfach noch zu sehr mit "persönlichen Umbauarbeiten" beschäftigt - wofür iPads zu viele Ablenkungs­möglichkeiten vom eigentlichen Unterricht bieten.

Ein weiterer Vorteil von vollständiger Umstellung auf iPads erst in der 9. Klasse ist eine Reduzierung der Kosten für Eltern: Selbst das günstigste Standard-iPad kostet als Paket mit benötigtem Zubehör (Schutzhülle, Apple Pencil, JAMF-Lizenz und Versicherung) mindestens 600 Euro. Eltern werden froh sein, wenn sie diese teure Anschaffung nur einmal im Schulleben ihres Kindes machen müssen. Dann können es sich wahrscheinlich auch mehr Eltern leisten, lieber ein etwas teureres aber deutlich besseres iPad Air M4 2026 mit 12 GB RAM und Zukunftssicherheit für ca. 7 Jahre für die Schule zu kaufen. Noch besser ist sogar ein iPad Air M4 13 Zoll, das fast so groß wie ein DIN A4-Blatt ist und so Schülern viel mehr Übersicht beim Arbeiten bietet.

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Ausführliche Tipps zur Auswahl des richtigen und sinnvollen iPads für Schüler und Lehrer bietet mein Artikel "Welches iPad ist für die Schule geeignet? Die besten Modelle 2026 aus Lehrersicht".

FAQ

Ist ein iPad sinnvoll für die Schule?

Ein iPad für die Schule macht für Schüler und Lehrer sehr viel Sinn:

  • Inhalte können in Sekunden zuverlässig per AirDrop geteilt werden.
  • Die Bedienung ist intuitiv und auch für Anfänger kinderleicht.
  • iPads sind sehr zuverlässig, es gibt kaum Systemabstürze, sie halten über viele Jahre.
  • In Kombination mit einem Apple TV und Beamer können Ergebnisse sehr einfach präsentiert werden.
  • Das iPad sorgt für Ordnung bei den Unterrichtsaufzeichnungen der Schüler.
  • In Schulbuch-Apps können Schüler Videos und Audios eigenständig sehen und anhören.
  • Lehrer können einfach über die Schulbuch-App Höraufgaben und Videos starten.
  • Schüler sind durch die iPads sehr motiviert.
  • Kein Bücherschleppen mehr für Schüler.
  • Schüler haben immer das Heft im iPad dabei.
  • Kein Stress mehr durch vergessenes Material.

Was kann man auf dem Schul-iPad machen?

Mit einem iPad können Schüler im Unterricht Informationen im Internet recherchieren, Präsentationen, Videos und Fotos erstellen sowie Dateien per AirDrop teilen. Zudem lassen sich mit dem Apple Pencil digitale Notizen und Zeichnungen anfertigen, was die digitale Selbstorganisation fördert. Die Geräte dienen auch als Plattform für digitale Schulbuch-Apps, in denen direkt Filme angesehen, Audios angehört und Arbeitsblätter bearbeitet werden können. Um Ablenkungen zu vermeiden, können Lehrkräfte über die Classroom-App den Zugriff auf bestimmte Anwendungen einschränken, sodass beispielsweise nur das digitale Schulbuch und eine Notizen-App wie Goodnotes genutzt werden können.

Wie kann man ein iPad im Unterricht sinnvoll nutzen?

iPads ermöglichen interaktives Lernen und eine individuelle Förderung der Schüler. Sie werden sinnvoll eingesetzt für:

  • Fachspezifische Anwendungen: In Mathematik unterstützen Apps wie Mathway, GeoGebra oder die Calculator App „Math Notes“ das Verständnis geometrischer und mathematischer Konzepte.
  • Kreative Medienproduktion: Mit GarageBand und iMovie verwandelt sich das iPad in ein Ton- oder Filmstudio für eigene Musikkompositionen und Videoschnitte.
  • Unterrichtsorganisation: Apps wie Goodnotes ersetzen schwere Bücher und Hefte, wodurch der morgendliche Stress beim Packen entfällt und Materialien immer vollständig dabei sind.
  • Präsentationen: Ergebnisse können kinderleicht über Apple TV und Beamer der gesamten Klasse präsentiert werden.

Wer übernimmt die Kosten für iPads in der Schule?

Die Kosten für ein Schul-iPad übernehmen laut Schulministerium NRW grundsätzlich die Eltern, sofern sie dazu finanziell in der Lage sind. Nur wenn sich die Eltern den Kauf eines iPads nicht leisten können, muss die Schule ein Gerät kostenlos zur Verfügung stellen. Manche Städte fördern Schul-iPads oder stellen einige Geräte kostenlos (als Ausleihe) zur Verfügung. Ebenso erhalten einige Schulen iPads im Rahmen eines Schulsponsoring.

Kann die Schule mich zwingen, ein iPad zu kaufen?

Laut Schulministerium NRW kann eine Schule die Eltern nicht zum Kauf eines iPads zwingen. Die Schule muss ihren Schülern entweder ein iPad kostenlos zur Verfügung stellen oder den Unterricht ohne iPad durchführen. Deshalb darf die Schulkonferenz also nicht beschließen, dass die Eltern die Kosten für die iPads tragen müssen.

Weiterführende Artikel zu iPads in der Schule

Weitere Tipps zum Thema E-Learning: